Irlands Westen und Irlands Osten – ursprüngliche Natur und quirlige Städte

Irischer Junge Foto: Tourism Ireland

Irischer Junge
Foto: Tourism Ireland

Wenn man durch den Westen Irlands fährt, wird man von der Region verzaubert. Alte Klosterruinen fügen sich in mystische Berglandschaften und märchenhafte Täler ein. Auf der knapp 180 km langen Panoramastraße des „Ring of Kerry“ gibt es besondere Irlandmomente zu erleben. Im Frühsommer lockt zum Beispiel das malerische Städtchen  Kenmare mit dem international besetzten Festival of Music. Im Killarney Nationalpark kann eine der letzten Eichenwälder Irlands durchwandert werden. Die Gartenanlagen des herrschaftlichen Muckross House versetzen den Besucher in eine andere Zeit.

Doch der Westen Irlands bietet mehr: Eindrucksvoll sind die Cliffs of Moher; über 200 Meter fallen sie senkrecht ins Meer. Der Burren lässt den Botaniker auf seine Kosten kommen. Dort blüht der blaue Enzian und eine Vielzahl an wilden Orchideen. Im Kontrast dazu steht die quicklebendige Studentenstadt Galway mit ihrem berühmten Oyster-Festival Ende September. Das Herz Irlands kann man in Connemara erleben. Viele Einwohner sprechen hier noch gälisch, die uralte Sprache der Insel. Wer die Geschichte der Region aktiv erleben möchte, kann bei den Angeboten von ZeitRäume selbst Torf stechen.

Gerade der Westen eignet sich auch besonders gut zum Wandern. So kann man auf den Spuren der Pilger zum 764 Meter hohen Croagh Patrick in der Grafschaft Mayo wandeln oder auf Achill beeindruckende Gräber aus der jüngeren Steinzeit erforschen. Ein großes Netz an ausgebauten Rundwanderwegen, die Loopes Walks, führen den Wanderer in spektakuläre Kulissen hinein. Dabei gibt es für jeden Anspruch die richtigen Touren.

Den irischen Osten dominieren historische Stätten wie normannische Burgen und elegante Herrenhäuser, aber auch liebliche Küsten, beeindruckende Gartenlandschaften und natürlich die weltberühmten irischen Pubs. Historisch wichtig für die Insel ist das Boyne Tal. Hier wurde vor über 300 Jahren die größte Schlacht Irlands geschlagen, in der es um nichts Geringeres als die weltliche und religiöse Vorherrschaft ging. Vielleicht gelingt es hier, dem Konflikt auf die Spur zu kommen, der bis in die jüngere Vergangenheit noch das Zusammenleben vom Norden und vom Süden der Insel geprägt hat. Sehr viel weiter in die Vergangeheit führt ein Besuch der monumentalen Grabanlage von New Grange, das noch älter ist als die ägyptischen Pyramiden.

Dort, wo man heute in den lieblichen Wicklow Mountains nahe der Hauptstadt Dublin nur noch die Ruinen des Klosters Glendalough findet, sollen im 12. Jahrhundert über 3.000 Menschen gelebt und in sieben monumentalen Kirchen gebetet haben. Aus diesem Grund wird Glendalough noch heute „Rom des Nordens“ genannt. Um die Ecke finden sich die wunderschönen Gartenanlagen von Powerscourt und das Irische Nationalgestüt in Kildare, dass das Herz eines jeden Pferdefreundes höher schlagen lässt.

Geschichte und Kultur atmet man auch in Wexford, das jährlich Ende Oktober mit seinem Opernfestival tausende Besucher lockt. Warum Millionen von Iren in die Neue Welt ausgewandert sind, lässt das Auswandererschiff Dunbrody in New Ross erahnen und in Waterford, das als älteste Stadt Irlands gilt, kann mit „1.000 Schritten“ die Geschichte der Wikinger auf einem hervorragend dokumentierten Rundweg erleben.

Egal ob im Westen oder im Osten: Irland ist mehr als eine Reise wert und lässt sich am besten im eigenen Mietwagen bei freier Zeiteinteilung genießen. Die Rundreisevorschläge von ZeitRäume finden Sie hier!

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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