Wissenswertes: Die Entstehung des Nordlichtes

Foto: © Hurtigruten

Das Erscheinungsbild des Polarlichtes gibt es sowohl in den nördlichen Polarregionen, wo es als Nordlicht, wissenschaftlich ausgedrückt „Aurora borealis“, bezeichnet wird, wie auch in den südlichen, wo es dementsprechend Südlicht oder „Aurora australis“ genannt wird.

Die Entstehung der beiden beruht auf demselben physikalischen Phänomen: Elektronen, also negativ geladene Teilchen aus der Magnetosphäre, oder Protonen, positiv geladene Teilchen aus dem Sonnenwind, gelangen in die obersten Schichten der Erdatmosphäre.

Fluoreszenz der Moleküle

Dort treffen Sie auf Luftmoleküle, deren Atome durch den Zusammenstoß mit den geladenen Elektronen oder Protonen selbst in einen angeregten Zustand überführt werden. Nach kurzer Zeit fallen die Atome aber in ihren Ausgangszustand zurück und bei dieser Abregung wird Licht ausgesandt. Diese sogenannte Fluoreszenz der Moleküle können wir dann am dunklen Polarhimmel bestaunen.

Die Sonnenwindteilchen, die elektrisch geladenes Plasma sind, werden vom Magnetfeld der Erde angezogen und bei Ihrem Auftreffen auf die Erdatmosphäre entlang der Feldlinien zu den Polen gelenkt. Dort steht das Magnetfeld senkret zur Erdoberfläche, wodurch die Sonnenwindteilchen besser in die Erdatmosphäre eindringen können.

Häufigkeit des Polarlichtes

Wie oft das Polarlicht ensteht, hängt von der Aktivität der Sonne ab. Diese Aktivität unterliegt einem elfjährigen Zyklus, der nach der Hälfte der Zeit sein Maximum erreicht. In der Zeit der maximalen Eruptions-Aktivität der Sonne treten Polarlichter deutlich häufiger auf, aber auch in der ansteigenden und absteigenden Phase kann es zu starken Ereignissen kommen. Im Jahr 2003 war das letzte Eruptionsmaximum, bei dem man sogar in Südeuropa Nordlichter beobachten konnte!

Dies bedeutet für die Häufigkeit des Polarlichtes, dass diese in den nächsten zwei Jahren noch stetig zunehmen wird, was eindeutig für eine Reise nach Nordeuropa im Winterhalbjahr spricht!

Reisen zum Nordlicht

Unsere Reiseangebote, bei der die Aurora borealis im Mittelpunkt des Geschehens steht, sind folgende:

Hurtigruten Themenreise: „Nordlichter und Sterne“

Hurtigruten Sondergruppenreise: „Reise zum Polarlicht mit MS Trollfjord“

Islandreise: „Erlebnis Nordlicht“

Finnisch Sápmi/Lappland: Fotoreise Natur und Kultur Utsjokis und Inaris .

Selbstverständlich kann man auf all unseren Nordeuropareisen, die im Winter buchbar sind (und das sind ungefähr die Hälfte!) dieses Naturschauspiel in den nächsten Jahren mit zunehmender Wahrscheinlichkeit erleben, so lange man sich nicht eine reine Städtereise aussucht.  Denn dort stören die vielen künstlichen Lichtquellen die Intensität des Nordlichtes.

Haben Sie das Polarlicht – wo auch immer – schon einmal in Natura am Himmel bewundern können? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit!

 

 

 

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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