Schottland Bahnreisen – Luxus und Ursprünglichkeit

Rob Roy Tours 1

Bahnreisen in Schottland
Foto: Rob Roy Tours

Schottland hat für jeden Bahnreise-Liebhaber etwas zu bieten: Egal, ob man es eher luxuriös oder etwas einfacher mag, hier kommt jeder auf seine Kosten! Atemberaubende Landschaften und grandiose Ausblicke: Die West Highland Railway Line in Schottland ist ein echtes Bahnreise-Erlebnis.

Die 1901 eröffnete Bahnlinie erschließt den Westen Schottlands auf einer eingleisigen Strecke, die die meiste Zeit ausschließlich touristischen Zwecken diente und noch heute dient. Zu Beginn jedoch verhalf sie der Fischerei zu einer enormen Umsatzsteigerung, weil durch die Zugverbindung der fangfrische Fisch schnell und vor allem wesentlich weiter innerhalb Schottlands transportiert werden konnte.

Die West Highland Railway Line in Schottland

Die Züge heute sind bequem ausgestattet. Im Vordergrund dieser 260 km langen Wegstrecke von Glasgow nach Mallaig steht die Durchquerung der grandiosen schottischen Highlands. Unterwegs gibt es viel zu sehen und zu erleben. Eine Kuriosität findet man in dem 107-Seelen-Dorf Tyndrum: Hier existieren zwei Bahnhöfe in nur 600 m Entfernung voneinander, weil sich kurz zuvor an dem Knotenpunkt Crianlarich die Strecke teilt. Die eine führt nach Mallaig, von wo man zur Isle of Skye gelangt. Die andere führt nach Oban, von wo man zur Isle of Mull übersetzen kann. Daher wird die West Highland Railway Line auch als „Road to the Isles“ bezeichnet.

Die Teilstrecke nach Oban passiert den 37 km langen, aber im Durchschnitt nur 1 km breiten Loch Awe und erreicht nach einer spannenden Steigungsstrecke den Zielbahnhof. Auf der Strecke von Fort William nach Mallaig durchquert die West Highland Railway Line das Rannoch Moor in einem gemütlichen Tempo. So sollen Schäden an der Bahntrasse vermieden werden. Für den Reisenden hat es den angenehmen Nebeneffekt, dass er die Schönheit der vorüberziehenden Landschaft noch intensiver erleben kann.

Schottland-Bahnreisen

Jacobite Steam Train auf dem Glenfinnan Viadukt
Foto: Paul Tomkins/ Visit Scotland

Glenfinnan Viadukt

Nach der Station Fort William mit ihrem Kopfbahnhof wartet das größte Highlight der gesamten Strecke: Das berühmte Glenfinnan Viadukt, bekannt aus vielen Filmen, wie zum Beispiel der Harry Potter Reihe. Die 380 m lange Brücke mit seinen charakteristischen 21 Betonbögen wurde innerhalb von 1,5 Jahren von 1897 bis 1898 erbaut und gehörte zu den ersten seiner Art innerhalb Schottlands.

Jakobite Steam Train

Im Sommer verkehrt auf der 135 km langen Strecke zwischen Fort William und Mallaig zusätzlich einmal täglich die historische Dampfeisenbahn Jakobite Steam Train. Betrieben wird dieser Museumszug von der West Coast Railway Company, die innerhalb von Schottland noch verschiedene andere Charterzüge besitzt. Der Zug benötigt für die einfache Fahrt 2 Stunden, in denen man die wunderschöne Landschaft genießen kann. Ein Tipp: Im Bahnhof von Glenfinnan hält der Zug eine Weile, so dass man genügend Zeit hat, sich die zugehörige Ausstellung über die Entstehung der Zugstrecke anzusehen.

„Bahnromantik – Reisen mit Stil“ in Schottland

Heute kann der Reisende den Zauber der West Highland Railway Line in einer 9-tägigen Bahnerlebnisreise unter dem Titel „Bahnromantik – Reisen mit Stil“ erleben: Eine romantische Reise, auf der man die unbezähmbare Ursprünglichkeit Schottlands ganz bequem und entspannt von einem gemütlichen Platz in der Bahn genießen kann. Bei dieser Reise kann man sich ganz und gar auf die faszinierende Landschaft der schottischen Highlands oder auf die mystische Stimmung in den Mooren konzentrieren. Aber auch die durch hunderte von Blüten bunt gefärbten Täler oder die zerklüftete Westküste Schottlands mit seinen hunderten von kleinen Inseln und weißen Sandstränden ziehen den Reisenden in ihren Bann.

Die Reise beginnt in Schottlands Hauptstadt Edinburgh. Die Bahnstrecke führt gleich zu Beginn über Glasgow und weiter zum malerischsten Teil des schottischen Hochlands bis nach Crainlarich. Am vierten Tag wartet ein weiteres landschaftliches Highlight: Die Fahrt entlang der wildromantischen Westküste Schottlands gehört zu den schönsten der Welt. Auf dieser Abschnitt liegt zum Beispiel das bereits erwähnte Glenfinnan Viadukt. Am fünften Tag bleibt man in dem hübschen Küstenort Mallaig, wo sich viele Ausflugsmöglichkeiten bieten. Am sechsten Tag stehen zwei Reisevarianten zur Auswahl, um nach Inverness zu gelangen: Entweder eine Fährfahrt zur Isle of Skye und anschließend eine Bahnfahrt weiter entlang der Küste oder eine Bahnfahrt über Fort William und entlang dem berühmten See Loch Ness sowie dem Great Glen. Am siebten Tag warten dann die zentralen Highlands und die Burganlage Blair Castle auf den Reisenden. Am achten Tag schließt sich der Kreis wieder in Edinburgh.

Individualisten können diese Reise als unabhängige Einzelreisende buchen. Wer sich einer geführten Gruppe anschließen möchte, findet beim Reiseveranstalter ZeitRäume ebenfalls mehrere Termine. Für die Übernachtungen wurden verschiedene Unterkunftskategorien ausgewählt. Wer Schottland in seiner Ursprünglichkeit erleben will, dem stehen Bed & Breakfast Unterkünfte zur Verfügung. Wer es komfortabler mag, kann diese Reise in verschiedenen Hotelkategorien buchen.

Schottland-Bahnreise

Royal Scotsman
Foto: Giles Christopher/ Orient-Express Hotels

The Royal Scotsman

Den wahren Luxus hingegen erlebt der Reisende auf einer Tour mit dem Royal Scotsman: Die exklusive Ausstattung in einem historischen Ambiente der „Upper Class“ und eine ordentliche Portion Luxus lässt auch das Herz von Reisenden mit hohen Anforderungen an den Komfort höher schlagen. Man hat die Möglichkeit zur Übernachtung in Einzel- oder Doppelkabinen im Luxuszug. Jede ist mit Bad und WC ausgestattet. Um genügend Raum zu haben, werden maximal 36 Passagiere zugelassen. Eine solche Zugreise wird man mit Sicherheit für immer in Erinnerung behalten.

„Im Royal Scotsman durch Schottland“

Die von ZeitRäume vermittelte Royal Scotsman Tour beinhaltet drei Nächte an Bord dieses Luxushotels auf Rädern. Damit man gut schlafen kann und vor allem damit man nichts von der grandiosen Landschaft der schottischen Highlands verpasst, bleibt der Zug nachts stehen. Der Heimatbahnhof des Royal Scotsman liegt in Edinburgh. Ab der Waverly Station begibt er sich gen Norden entlang der West Highland Line durch die sagenhafte Landschaft der schottischen Highlands bis zu dem kleinen Ort Spean Bridge etwas nördlich von Fort William, wo der Zug über Nacht stehen bleibt. Am zweiten Tag fährt der Royal Scotsman mit Ausblick auf Schottlands höchsten Berg, den Ben Nevis mit seinen 1.343 m, über das Glenfinnan Viadukt bis nach Airsaig an den Atlantik mit Blick auf die Isle of Skye. Die Nacht über steht der Zug in Fort William. Am letzten Tag mit Schottlands Zug Nummer 1 geht es wieder südwärts entlang der Westküste bis Wemyss Bay, von wo man zu der Isle of Bute übersetzt, um dort eines der schönsten viktorianischen Herrenhäuser Großbritanniens zu besichtigen: Mount Stuart. Über Glasgow bringt der Royal Scotsman die Reisenden zurück nach Edinburgh.

Gemeinsamkeit der beiden Schottland Reisen

Was die beiden Reisen eint, ist die sagenhafte Landschaft, durch die sie führen: Das nordschottische Bergland mit den Bergspitzen der Grampian Mountains, zu denen auch der Ben Nevis zählt, die Bruchlinie des Great Glen, die sich von Inverness im Nordosten bis Fort William im mittleren Südwesten Schottlands ausbreitet. Nördlich des Great Glen erblickt man die menschenleeren nordwestlichen Highlands. Die zugehörige Küstenlinie ist hier stark zerklüftet, ein wahres Paradies für viele Seevögel und Robben. Tatsächlich dient Schottland auch vielen Zugvögeln als Überwinterungsquartier. Im Hochland kann man hingegen mit etwas Glück kapitale Rothirsche erblicken. In den Flüssen fühlen sich viele Forellen und nicht wenige Lachse zuhause, die zur Laichzeit von Mai bis September die Flüsse Schottlands hinaufwandern. Aus der Pflanzenwelt Schottlands ragt die schottische Kiefer hervor. Sie gehört aufgrund ihrer Robustheit weltweit zu den am weitesten verbreiteten Nadelbäumen. Die Kombination aus allem ist das, was dieses Land hoch oben im Norden Großbritanniens so einzigartig macht.

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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