Spitzbergen und Norwegen: Eisbären, Inseln und Fjorde

Spitzbergen und Norwegen

Eisbär und Möwe auf Spitzbergen
Foto: Dominic Barrington

Spitzbergen und Norwegen in einer Reise – darauf haben schon viele Nordeuropafreunde sehnsüchtig gewartet! Eine gelungene Kombination einer Arktis -Expedition mit einer Reise zu Norwegens Inseln und Fjorden bietet die Reise „Eisbären, Inseln und Fjorde“ mit dem Hurtigruten-Expeditionsseereisen-Schiff MS Fram.

Ursprünglich wurde die MS Fram nur in der Arktis und Antarktis eingesetzt, mittlerweile wird die Überführungsphase im Frühling und Herbst für viele andere Reiseziele eingesetzt. Die Tour „Eisbären, Inseln und Fjorde“ von Mitte bis Ende September gibt es nur einmal pro Jahr und stellt den alljährlichen Abschied der MS Fram von der Arktis dar, den die Passagiere zusammen mit dem Schiff erleben.

Auf dieser Spitzbergen Reise bekommt man zum einen ein Gefühl dafür, wie es echten Polarforschern in den Kältezonen dieser Welt ergeht; wie einzigartig die Landschaft und die Tierwelt ist und auch, wie sensibel und schützenswert diese sind. Damit durch eine solche Expedition kein Schaden an der Natur ensteht, beherzigt das Team der MS Fram wie bei all ihren Fahrten in die Arktis- und Antarktis die berechtigt strengen Auflagen und gibt dieses auch so an seine Passagiere weiter und verlangt die Einhaltung entsprechender Regeln, um diese einzigartigen Ökosysteme zu erhalten.

Spitzbergen und Norwegen Reise

Spitzbergen: Magdalenenfjord und Svalbard
Foto: Per Lillehagen/ Hurtigruten

Spitzbergen

Die norwegische Insel im Nordatlantik, auf der das ewige Eis des Nordens beginnt, besteht aus mehreren Inseln. Die größte von ihnen liegt im Westen und ist recht markant aufgrund der vielen hohen und spitz aufragenden Berge, was schließlich zu dem Namen Spitzbergen führte. Sie war letztendlich für das gesamte Archipel namensgebend, das im Jahre 1596 von Wilhelm Barents entdeckt wurde. Nicht viel später begann man mit der Bejagung der dort zu der Zeit noch massenhaft vorkommenden Wale. Mitte des 19. Jahrhunderts war bis auf einige wenige Exemplare der Bestand zerstört. Nahezu im fliegenden Wechsel fand man einen neuen Grund für die Besiedlung dieser eher unwirtlichen Gegend: Vor ungefähr 120 Jahren begann aufgrund des hohen Kohlevorkommens und dem geplanten Kohlabbau eine erneute Ausbeutung der Natur. Die Beschäftigungsform der Zuwanderer hat sich im Laufe der Jahrzehnte zwar gewandelt – vom Walfänger und Kohlekumpel zum Forscher – aber das Interesse an Spitzbergen ging nie verloren. Zum Glück hat sich seine Nutzungsfrom stark gewandelt und man weiß nun um den unschätzbaren Wert und die Artenvielfalt der dortigen Flora und Fauna. Jeden Sommer nisten Tausende von Seevögeln auf den Klippen, die als ideale Futterstätten dienen. Mitterweile gehört Spitzbergen zu einer der größten Forschungsstützpunkte polarer Regionen weltweit. Auch wenn sich der Mensch in dieses abgelegene Ökosystem vorgewagt hat und schon so manchen Eisbär erlegt hat, steht der große weiße König der Arktis dennoch unangefochten an der Spitze der natürlichen Nahrungskette.

Das Archipel liegt genau zwischen dem norwegischen Festland und dem Nordpol. Dort trifft der warme Golfstrom aus dem Süden auf kalte Luft- und Wasserströmungen aus dem Norden, wodurch es auch schon einmal zu heftigen Stürmen kommen kann. Spitzbergen gehört zu Norwegen, dort wird es jedoch Svalbard (kühle Küste) genannt. Die Hauptstadt heißt Longyearbyen.

Reise Spitzbergen und Norwegen

Henningsvær auf den Lofoten
Foto: Visit Norway

Die Lofoten

Die Küste Norwegens wird im zweiten Teil dieser Kombinationsreise angesteuert. Sie bekommen gleich zu Beginn ein wahres Highlight Norwegens präsentiert: Die traumhafte Inselwelt der Lofoten! Sie ist in der ganzen Welt bekannt und auch die Norweger selbst erklärten die Lofoten zu ihrem Lieblingsreiseziel innerhalb des Königreichs. Und das nicht ohne Grund, denn wer einmal die Inseln mit ihren alpinen Bergformen, den traiditionellen Fischerdörfern und den weißen Sandstränden gesehen hat, verliebt sich augenblicklich in sie.

Die Einwohner der Lofoten konnten jedoch früher nicht allein von den begeisterten Reisenden leben, der Tourismus ist erst in den letzten Jahrzehnten zur Haupteinnahmequelle geworden. Früher lebten die Einwohner in erster Linie von der Fischerei. Bereits im 11. Jahrhundert wurde zum Zweck des Fischfangs auf den Lofoten die erste nord-norwegische Siedlung  mit dem Namen Vågar gegründet. Von hier aus wurde jahrhundertelang recht lukrativ für Norwegen Stockfisch verkauft. Die zum Teil noch heute verwendeten hölzernen Trocknungsanlagen sind die Wahrzeichen des Archipels.

Viele Künstler verliebten sich in die Lofoten, manche blieben für immer in den malerischen Fischerorten, wo sie die Inspiration für Ihre Kunstwerke fanden und noch immer finden. Kunstliebhaber sollten sich nicht den Besuch der Galerie in Henningsvær entgehen lassen! Neben vielen Kunstwerken bringt einem eine beeindruckende Multimedia-Show die wunderschöne Landschaft der Lofoten näher. Dies ist besonders für diejenigen geeignet, die nicht wochenlang Zeit haben,  jede sehenswerte Stelle selbst zu erkunden.

Die Küste Norwegens im Herbst

Im dritten Reisebschnitt lernt man die norwegische Küste gen Süden kennen. Die Strecke ist die gleiche wie die der legendären Hurtigruten, allerdings hält die MS Fram in anderen Häfen als die Postschiffe. Man lernt zum Beispiel die Inseln Træna und Frøya kennen. Die Tatsache, dass die Reise im September stattfindet, beschert einem gleich noch ein weiteres Highlight, denn da ist der Indian Summer mit seinen vielen Gelb-, Rot-, Orange- und noch verbleibenden Grüntöne am schönsten. Hinzu kommt die klare Luft und der zu dieser Zeit oft strahlend blaue Himmel mit den letzten warmen Sonnestrahlen des Jahres. In der Fernen auf den höchsten Erhebungen Norwegens entdeckt man bereits den ersten Schnee.
Viele Zugvögel treten in dieser Zeit ihre Reise gen Süden an, was  dem Betrachter unbeschreiblich schöne Anblicke beschert. Mit etwas Glück offenbart sich vielleicht sogar das Nordlicht schon am sternenklaren Nachthimmel.

Spitzbergen und Norwegen Reise

Handelsviertel Bryggen in Bergen
Foto: Christian Houge/ Visit Norway

Andalsnes und Bergen

Nach den beiden Inseln in der Mitte Norwegens lernen Sie den Ort Andalsnes  inmitten der imposanten Bergwelt Norwegens kennen. Die „Alpenstadt“ ist wunderschön gelegen an der Mündung des Raumaflusses in den Romsdalfjord.

Zum krönenden Abschluss wartet noch die wunderschöne Stadt Bergen auf Sie. Hier verlassen Sie „Ihre“ MS Fram, die auf dieser Reise bestimmt zu einem Stück Zuhause geworden ist.

Nicht nur das weltberühmte Altstadtviertel Bryggen lohnt einen Besuch. Die ganze Stadt ist sehenswert und gut zu Fuß zu erkunden.

Die Reise findet zwar erst in 1,5 Jahren statt, aber bei Expeditionsseereisen empfiehlt sich für die Planung eine längere Vorlaufzeit. So lässt sich ein vielleicht schon lang gehegter Traum tatsächlich in die Tat umzusetzen.  Mit diesem entsprechend langen Zeitraum zum Ansparen ist der Reisepreises problemlos zu bewältigen. Wobei man sagen muss, dass sich die Expeditionsseereisen der Hurtigruten generell in einem absolut unschlagbar guten Preis-Leistungsverhältnis bewegen! Und wir wissen, wovon wir sprechen. Es gibt noch einen weiteren Grund, so früh wie möglich zu buchen: Die schönsten Kabinen sind immer schnell vergeben, da aber der Verkauf dieser Reise gerade erst begonnen hat, stehen die Chancen sehr gut, noch die freie Auswahl zu haben! Aber überlegen Sie nicht zu lang!

Wir freuen uns auf Ihren Anruf und beraten Sie gern zu dieser und allen anderen Expeditionsseereisen!

Oder haben Sie vielleicht schon einmal eine solche Kombinationsreise mit Spitzbergen und Norwegen erlebt? Wir freuen uns auf Ihre Reiseberichte!

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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