Glenveagh National Park in Irland

Glenveagh National Park Foto: Darren Mc Granaghan/ Flickr

Glenveagh National Park
Foto: Darren Mc Granaghan/ Flickr

Der Glenveagh National Park im nordirischen County Donegal zieht immer wieder die Naturfreunde in seinen Bann. Die Vegetation aus Heidekraut, Gräsern, Moosen und Flechten lassen die Landschaft in allen Farben, die der Malkasten der Mutter Natur zur Verfügung  stellt, erstrahlen. Aber auch die anderen Sinne kommen während einer Irlandreise hier nicht zu kurz. Die klare frische Luft ist angereichert mit dem Duft der verschiedenen Kräuter und Nadelbäume. Man kann sie beim Einatmen förmlich auf der Zunge schmecken. Die neben den Pfaden wachsenden Moospolster fühlen sich ganz weich an und laden den müden Wanderer zu einer Rast ein. Wobei man sich aus verschiedenen Gründen besser nicht auf sie setzen sollte: Zum einen wachsen Moose sehr langsam und mit einem einzigen „Plattsitzen“ kann man Jahre des Wachstums zerstören. Zum anderen kann es durchaus passieren, dass man dabei ein feuchtes Hinterteil bekommt, denn die Moose speichern sehr viel Feuchtigkeit!

Wandern im Glenveagh National Park

Auf einer Wanderung durch den 16.000 ha großen Glenveagh National Park erfüllt einen die reiche Natur. Nicht nur die Flora hat hier viel zu bieten, auch die Fauna ist außerordentlich. Schließlich begegnet man bei fast jeder Tour Gruppen von Rehen und Hirschen. Der Nationalpark ist die Heimat einer stattlichen Rotwildherde, die durch einen 40 km langen Zaun in einem Gehege geschützt wird. Seit einiger Zeit fühlt sich hier auch der Steinadler wieder heimisch und brütet in der beeindruckenden Wildnis.

In dem 1984 gegründeten Glenveagh National Park befinden sich außerdem die beiden höchsten Berge von Donegal: der Errigal Mountain (752 m) – aufgrund seiner markanten Form das Wahrzeichen Nordwest Irlands – und der Slieve Snaght (615 m). Für den geübten Wanderer ist die Erklimmung der beiden kein Problem. Der Errigal Mountain beginnt mit einem gut begehbaren Weg und ist auch zwischen den beiden Bergrücken angenehm in der Wegführung, Zwischendurch befinden sich allerdings keine festen Wanderpfade. Da muss man schon etwas geübter sein und wissen, wo man hin will.

Idyllisch zwischen den hohen, hellen Bergen und den dunklen Mooren liegt der 5 km lange See Lough Veagh in einem zerklüfteten Gletschertal, der zu einer Umrundung per pedes einlädt.

Im Glenveagh National Park gibt es außer der traumhaften Landschaft aber auch Kulturgüter zu entdecken: Das Glenveagh Castle wurde zwischen 1867 und 1873 im typisch schottischen Baronialstil, also mit viel Zinnen und Türmen, am Ufer des Lough Veagh erbaut und kann geführt besichtigt werden. Das Mobiliar und die Einrichtung sind noch originalgetreu erhalten. Die zugehörige viktorianische Gartenanlage bildet einen auffälligen Kontrast zu der rauhen Bergwelt.

Nur 3 km entfernt steht das Glenveagh National Park Besucherzentrum, direkt am Eingang in das Tal. Modern und umweltbewußt präsentiert sich das grasbewachsene Haus und die dort beheimatete Ausstellung erklärt sehr schön die Fauna, Flora und Geologie dieses Schutzgebiets.

Wissenswertes zum Besuch des Glenveagh National Park

Der Glenveagh National Park hat folgende Öffnungszeiten:

März – Oktober 10 -18 Uhr und November – März 9-17 Uhr

Da man nicht mit dem PKW bis zum Schloss fahren kann, gibt es einen Shuttleverkehr vom Parkplatz zum Glenveagh Castle. Von dort hat man die Gelegenheit zu wunderschönen Spaziergängen im Schlosspark oder um den malerischen Lough Leagh. Für die Aktivurlauber sind die längeren und anspruchsvolleren Wanderungen in das Tal zu empfehlen. Wer mag, kann sich aus dem Tal auch mit einem Bus wieder zurück zum Castle bringen lassen. Man sollte nur vor Beginn der Wanderung am Besucherzentrum klären, wann der letzte Bus zurück fährt.

Unbedingt zu beachten ist die Tatsache, dass im Herbst und Winter wegen der Jagd auf das Rotwild das Tal an einigen Tagen nur eingeschränkt bewandert werden kann. Auch hierzu geben einem die Angestellten des Glenveagh National Park bereitwillig Auskunft.

So hat der Glenveagh National Park für jeden Wandergschmack etwas zu bieten. Man sollte sich dieses Natur-Highlight in Donegal während einer Irlandreise keinesfalls entgehen lassen!

 

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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