Hundeschlittensafari in Lappland

Hundeschlittensafari

Hundeschlittenfahrt
Foto: Aurora Lappland Travel

Eine Hundeschlittensafari ist eine wunderbare Kombination aus Erlebnis mit Tieren und traumhafter Winter-Landschaft. Zusammen mit mehreren wunderschönen Huskies erlebt man die unberührte Natur in Finnisch und Schwedisch Lappland.

Und nicht nur das: Man tut dies auf eine sehr aktive und zudem äußerst umweltfreundliche Art: Die starken Schlittenhunde ziehen mit einer unvorstellbaren Leichtigkeit den Schlitten mitsamt dem Gepäck und dem Reisenden – ja, jeder Teilnehmer an diesen Reisen lenkt seinen Schlitten und die Hunde selbst! Und das ist, ob man es glaubt oder nicht, eine durchaus anstrengende Angelegenheit! Man muss ständig die Bewegung der Hunde und des Schlittens ausbalancieren, darf keine extremen Gewichtsverlagerungen machen, weil diese gleich zu einer Richtungsänderung oder Instabilität führen.

Trotz der Schneemassen und dem teilweise unwegsamen Gelände legt man täglich 15-30 km hinter sich! Und das, ohne mit Motorschlitten die Luft zu verpesten! Die reine Muskelkraft und das gute Zusammenspiel von Mensch und Tier ermöglicht diese Leistungen. Auch wenn es am Anfang doch recht ungewohnt ist und man vielleicht noch so seine Probleme mit der idealen Fahrweise hat. Man glaubt gar nicht, wieviel man in nur einer Woche dazulernen kann! Zum Schluss sind einem die Hunde und der Schlitten so vertraut, dass es fast ein Kinderspiel ist, vorwärts zu kommen!

Zu Beginn kann man die tiefverschneite, einsame Landschaft wahrscheinlich nur in den Pausen so richtig genießen, aber recht bald, im Verlauf der Hundeschlittensafari ergibt sich öfter die Gelegenheit, diese auch während der Fahrt zu bewundern.

Grundsätzlicher Ablauf einer Hundeschlittensafari

Ist man nach dem Hinflug gut in der ersten Unterkunft angekommen, wird einem die absolut notwendige Thermobekleidung (Overall, Stiefel, Socken, Handschuhe, Mütze und Schlafsack)  ausgehändigt. Ohne diese könnte man die Hundeschlittensafari nicht recht genießen, da man sich auf dem Schlitten ja kaum bewegen darf. Man kann auf gerader Strecke auch nicht zwischendurch einfach mal absteigen und nebenher laufen, um sich warm zu laufen. Dafür bewegt sich das Gespann zu schnell. Man sollte nicht unterschätzen,  wie tief man selbst einsacken würde, wenn man keine langen Schlittenkufen unter sich hat, und wie langsam man dann vorwärts käme! Einzige Ausnahme: Man darf und muss sogar bei sehr steilen Bergen absteigen, um die Hunde zu entlasten. Das gilt aber generell nur beim Bergauffahren, nicht beim Bergabfahren, bei dem einen eine Fußbremse zur Verfügung steht, um den Schlitten zu bremsen.

Zu Beginn übt man selbstverständlich erst einmal auf kleinem Terrain die Grundlagen. Dazu wird jedem Teilnehmer genügend Zeit gegönnt, um eine gewisse Sicherheit beim Gleichgewichthalten und Lenken des Schlittens zu erlangen. Erst am nächsten Tag begibt man sich auf die eigentliche Hundeschlittensafari.

Hundeschlittensafari – leicht, mittel und schwer

Wie bei jedem Sport, kann man auch Hundeschlittensafaris in ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen durchführen. ZeitRäume hat für jede Kondition die richtige Reise.

Leichte Stufe

Kurze Hundeschlittensafaris, die nicht für den ganzen Tag angesetzt sind, sondern lediglich aus einem 2-3-stündigen Ausflug bestehen, kann man generell auf jeder Lappland-Winterreise von ZeitRäume machen. Diese gehen in den Finnischen Teil von Lappland, genauer gesagt  (geordnet von Süd nach Nord) nach Iso Syöte, nach Kultahovi bei Inari, nach Sarkijärven Majat bei Muonio und nach Utsjoki am nördlichsten Ende von Finnisch Lappland. Unter dem Link sind jedoch auch die mittleren bis schweren Hundeschlittensafaris zu finden, auf die die beiden nächsten Abschnitte eingehen.

Mittlere Stufe

Ebenfalls nach Finisch Lappland geht die Reise „Hundeschlittentour im Nordwesten Lapplands“. Auf dieser 8-tägigen Reise nimmt man am 5. – 7. Tag an einer Hundeschlittensafari teil, auf der man nicht nur drei Tage auf dem Schlitten steht, sondern auch im Zelt übernachtet. Das hat schon ein bißchen was von Survival-Urlaub.

Schwere Stufe

Wirklich zur Sache geht es aber erst bei den beiden Reisen nach Schwedisch Lappland: „Hundeschlitten – Zelt – Abenteuer“ und „Mit Huskies durch die unberührte Gebirgswelt des Abisko Nationalparks“. Nicht ohne Grund ist die Gruppengröße hier auf 6 – 7 Teilnehmer beschränkt! Diese beiden Hundeschlittensafaris verlangen schon eine eher überdurchschnittliche Kondition, aber sie ist für aktive Sportler, die generell 3-4 mal pro Woche Sport machen, auf alle Fälle schaffbar!

Wer ein wahrer Hundefreund ist und außerdem Winterlandschaften abseits des Massentourismus liebt, ist bei einer der oben genannten Hundeschlittensafaris auf alle Fälle gut aufgehoben!

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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