Südnorwegen: Frühlingserwachen mit der MS Fram

Südnorwegen

Anlandung der MS Fram in Südnorwegen
Foto: Artur Jean Jacques

Südnorwegen mit den Hurtigruten, aber nicht mit der Postschifflinie – wie geht das?! Der Seereisen-Veranstalter Hurtigruten hat nicht nur die Postschiffreisen von Bergen nach Kirkenes und zurück zu bieten. Neben der 11 Schiffe umfassenden Flotte, die nur entlang der norwegischen Küste pendelt, gibt es noch das Expeditions-Seereisenschiff MS Fram. Im Winter befährt dieses Eisklassen-Schiff die antarktischen und im Sommer die arktischen Gewässer auf mehreren unvergesslichen Reisen. In den Überführungszeiten, wo die MS Fram Ihr Fahrgebiet von Süd nach Nord bzw. umgekehrt wechselt, werden außerdem einige spannende Reisen in Europa angeboten. Und dazu zählt auch eine Reise in die Fjordwelt von Südnorwegen.

Diese Reise trägt den passenden Namen „Frühlingserwachen im Norden“, bei der die MS Fram ab Hamburg mit ihren Passagieren startet und in 9 Tagen viele Highlights in Südnorwegen anfährt, die im Frühling noch sehenswerter sind.

Für längere Ausflüge in die Fjorde hinein ist auf der regulären Hurtigrutenreise keine Zeit oder die Ziele liegen einfach nicht auf der Strecke zwischen Bergen und Kirkenes, weil sie sich südlich von Bergen befinden. Die MS Fram fährt gezielt diese besonderen Orte in den teilweise tief ins Landesinnere führenden Fjorde an. Es besteht dort genügend Zeit, die Sehenswürdigkeiten in Ruhe zu erforschen.

Südnorwegen – unendliche Fjordwelt

Nach dem Start in Deutschland liegt ein kompletter Seetag auf der Nordsee an Bord der MS Fram vor dem Reisenden. So hat man ausreichend Zeit, dieses gut überschaubare, gemütliche, und mit vielen Kunstwerken angereicherte Schiff, das sich auch technologisch auf dem höchsten Niveau befindet, zu erkunden. Außerdem werden schon zu Beginn interessante Vorträge von den begleitenden Lektoren angeboten.

Erstes Ziel in Südnorwegen ist Stavanger, das noch relativ küstennah und nicht tief im Fjord liegt. Die Stadt Stavanger, die es bereits zu Zeiten der Wikinger gab, ist heute Verwaltungs-, Kultur – und Wirtschaftszentrum. Anschließend erkundet die MS Fram mit ihren Passagieren den 40 km ins Landesinnere führende Lysefjord. Hier befindet sich der berühmte Felsen Preikestolen, der unglaubliche 604 m senkrecht in den Fjord abfällt.

Die Kunst der Navigation

Weiter nordwärts trifft man auf das Städtchen Rosendal. Hier lohnt sich der Besuch eines der sehenswertesten westnorwegischen Museen, das gleich zu Beginn des Hardangerfjords liegt und von einem wunderschönen Landschaftspark umgeben ist. Man befindet sich nun mitten in der unendlich verzweigten Fjordwelt von Südnorwegen. Da reihen sich oft mehrere Fjorde aneinander, teilen sich und kommen wieder zusammen. So bilden sich außerdem unendlich viele kleine und größere Inseln. Als Mitreisender ist man immer wieder beeindruckt, wie sich die Kapitäne hier so souverän zurechtfinden! Vielen Kapitänen steckt die Fjordwelt im Blut, aber trotzdem sind auch die froh, dass es mittlerweile eine hochtechnisierte Navigation gibt! Beides ergänzt sich wunderbar und man kann beruhigt den sagenhaften Anblick der Fjordwelt in Südnorwegen genießen!

Blütenmeer in den längsten Fjorden

An den Hardangerfjord schließt sich weiter landeinwärts der Samlafjord und der Eidfjord an. Von denen wiederum geht der Ulvikfjord ab, an dessen Ende der gleichnamige Ort liegt. Das Besondere an diesem Dorf im Frühling ist das weiße Meer aus Apfelblüten, das sich an seinen fruchtbaren Hängen alljährlich zeigt – ein unvergesslich schöner Anblick!

Der Hardangerfjord ist zusammen mit seinen Nebenfjorden knapp 180 km lang und damit der zweitlängste Fjord Norwegens nach dem Sognefjord mit 204 km, der bereits einen Tag später auf dem Programm steht. Auch hier entfalten im Mai die Apfelblüten ihre ganze Pracht! Ein kleiner Seitenfjord des Sognefjords ist der Aurlandsfjord, an dessen Ende sich der malerische Ort Flåm befindet – berühmt wegen der von hier startenden Flåmbahn.

Farbenfrohes Ålesund und UNESCO Weltnaturerbe Geirangerfjord

Passend zu der Jahreszeit, wo wieder Farbe in die Landschaft kommt, zeigt sich auch die prächtige Jugenstilstadt Ålesund von ihrer bunten Seite! Man hat auf dieser Reise mehrere Stunden Zeit, diese wunderschöne Stadt zu erkunden. Gleichzeitig ist Ålesund der nördliche Wendepunkt dieser Reise.  Auf dem Weg zurück gen Süden erwartet einen gleich das nächste Highlight. Denn auf einer Reise in die Fjordwelt Südnorwegens darf selbstverständlich der berühmte Geirangerfjord nicht fehlen! Zusammen mit dem Næroyfjord erlangte er in 2005 den Titel UNESCO-Weltnaturerbe. Vor allem im Frühling ist es nahezu ein Muss, dem Geirangerfjord einen Besuch abzustatten, denn hier zeigen die ebenfalls bekannten Wasserfälle „Sieben Schwestern“ und „Brautschleier“ ihre ganze Pracht – der Schneeschmelze sei Dank!

Jostedalsbreen – Europas größter Festlandsgletscher

Bevor in Bergen diese sagenhafte Fjordreise endet, hat man in dem Ort Olden im Inviksfjord die Gelegenheit, einen Blick auf den noch ungefähr 20 km entfernten, riesigen Jostedalsbreen-Gletscher zu werfen.  Einige bis zu 1700 m hohen Berge sind auch von dort aus zu sehen.

Unser Tipp: Generell muss man sagen, dass die Reise „Frühlingserwachen im Norden“ genau das Richtige für gleichzeitige Fjord- und Frühlingsliebhaber ist! Und da es nur einen einzigen Termin im nächsten Jahr gibt, an dem diese Reise angeboten wird, sollte man sich bei Interesse nicht allzu lange Zeit lassen, eine Anfrage zu starten. Das ZeitRäume-Team berät Sie hierzu gern!

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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