Hundeschlittenfahrten in Lappland

Hundeschlittenfahrten in Lappland

Huskys in Schwedisch Lappland
Foto: Liane Gruda

Hundeschlittenfahrten in Lappland – schon seit längerem dienen sie nicht mehr der Bewältigung von Transportproblemen, wie es in vergangenen Zeiten der Fall gewesen ist. Früher transportierte man mit Hilfe der Schlitten das Gepäck, heutzutage kommen Touristen in den Genuss, sich von den schönen und starken Huskys durch die traumhafte Winterlandschaft Lapplands ziehen zu lassen. Für die Samen ist dies außerdem ziemlich lukrativ, man unterstützt als Reisender auf diese Weise sogar noch die letzte Urbevölkerung Europas!

Hundeschlittenfahrten in Lappland und anderswo

Der Einsatz von Hundeschlitten ist noch gar nicht so alt. Erst im 19. Jahrhundert fand man heraus, wie gut man sich mit Hilfe von Hundeschlitten in den polaren Gebieten der Erde fortbewegen kann.Es waren die Inuit in Alaska und Nordamerika, die erstmals diese Vorzüge feststellten. Ende des 19. Jahrhunderts nutzten auch die Weißen, die als Goldgräber in Alaska tätig waren, Hundeschlitten. Etwa zeitgleich fanden Huskys auch in Grönland, Spitzbergen und Lappland als Zugtiere ihren Einsatz. Ebenso hatten Sie einen großen Anteil an dem Gelingen des Wettlaufs zum Südpol 1911. In leicht abgewandelter Form fanden Hundeschlitten bis in die 1950er Jahre sogar im friesischen Wattenmeer bei Ebbe ihren Einsatz beim Leeren der Reusennetze. Eine Schlittenhundefahrt, die große Berühmtheit erlangte, war das „Race of Mercy“ in Kanada. Im Jahre 1925 konnte dank der unvorstellbaren Leistung von 12 Gespannführern und ihren Schlittenhunden, die in nur 5 Tagen die Strecke von 1085 km zurücklegten, eine Diphterie-Epidemie aufgehalten werden! Bei Schneestürmen und Temperaturen bis zu -60°C transportierten sie ein Immunserum quer durch Kanada bis in den Ort Nome an der Behringstraße.

Hundeschlittenrennen und Huskyzucht

Auch wenn der Einsatz von Hunden als Zugtiere noch gar nicht so lange existiert, gab es recht bald schon Hundeschlittenrennen. Bereits 1909 verblüffte der sibirische Pelzhändler William Goosak seine Mitstreiter bei einem Schlittenhunderennen mit seinen vergleichsweise zu anderen Schlittenhunden kleinen und zierlichen Huskys. Niemand hätte diesem Gespann zugetraut, die sehr anspruchsvollen 400 Meilen zu überstehen, geschweige denn auch noch einen gute Platzierung zu erreichen. Aber William Goosack landete zum Erstaunen aller auf dem dritten Platz! Ein Jahr später gewann sogar ein Gespann mit Huskys, die Plätze 2 und 4 gingen ebenfalls an Siberian Huskys! Das war die Grundsteinlegung zur Zucht dieser leistungsstarken und ausdauernden Hunde.

Als Sportart sind Hundeschlittenfahrten heutzutage sehr beliebt geworden, sogar über die Grenzen der Polarregionen hinaus, auch wenn dort mangels genügend Schnee öfter mal die Kufen gegen Räder getauscht werden müssen.

Hundeschlitten in Lappland als Reise-Highlight

Speziell in Lappland sind Hundeschlittenfahrten zu einer wahren Touristenattraktion geworden, aber in einem für alle Beteiligten positiven Sinn. Nicht nur die Reisenden haben bei einer Fahrt mit den Huskys ihre Freude an der Natur und den Tieren, auch die Samen, die diese Fahrten anbieten, profitieren davon und bessern auf diese Weise ihren Lebensunterhalt erheblich auf. Hundeschlittenfahrten in Lappland werden als Touristenattraktion vor allem in der Gegend von Muonio und Kittilä im Norden von Finnland sowie in der Region von Kiruna im Norden von Schweden angeboten.

Eine Hundeschlittenfahrt dank ZeitRäume

Man kann bei ZeitRäume eine Hundeschlittenfahrt zum einen als Landausflug auf einer Hurtigrutenreisen von Bergen nach Kirkenes erleben. Vier verschiedene Ausflüge in das Land der Samen stehen auf der nordgehenden Route der Postschiffe dem Reisenden zur Auswahl. Im Sommer besucht man die Huskys mit Ihren Welpen, im Winter kann man je nach Wunsch an mal mehr, mal weniger abenteuerlichen  Hundeschlittenfahrten in Lappland teilnehmen, auf denen man auch Einiges von der Tradition der Samen erfährt.

Wem ein einmaliger Ausflug mit diesen wunderschönen Tieren nicht reicht, kann gern mehrtägige Hundeschlittenfahrten in Lappland bei ZeitRäume anfragen und buchen! Hier stehen dem geneigten Nordeuropafan vier Reisen zur Auswahl:

1. Lappland – ein Wintermärchen
Diese 6-tägige Standortreise geht nach Utsjoki in Finnlands nördlichste Gemeinde.

2. Hundeschlittentour in den Nordwesten Lapplands
Dieses 8-tägige Winterabenteuer beinhaltet eine 3-tägige Hundeschlittenfahrt in Finnisch Lappland. Ausgangspunkt ist Kittilä.

3. Hundeschlitten – Zelt – Abenteuer
Dieses 8-tägige Hundeschlittenabenteuer mit Übernachtung im traditionellen Lavuu führt den Reisenden nach Schwedisch Lappland in die Region Kiruna. Sie ist sehr anspruchsvoll und nur für gut trainierte Sportler geeignet.

4. Mit Huskys durch die unberührte Gebirgswelt des Abisko Nationalparks
Diese 8-tägige Abenteuerreise geht in die gleiche Region und hat den gleichen Anspruch wie die zuletzt genannte. Der Hauptunterschied besteht in der Übernachtungsform: Man schläft nicht im traditionellen Zelt der Samen, sondern in Berghütten und Waldcamps.

Hunde- und Nordeuropa-Begeisterte sollten sich ein solches Erlebnis im kommenden Winter nicht entgehen lassen! Ihr ZeitRäume-Team berät Sie hierzu gern unter der 0641-93126-0.

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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