Kreuzfahrt im Nordatlantik auf der MS Fram

Kreuzfahrt im Nordatlantik

Bei Lerwick auf den Shetland Inseln
Foto: Barbara Schoog

Eine Kreuzfahrt im Nordatlantik auf dem Expeditions-Seereisenschiff MS Fram: Man gönnt sich ja sonst nichts! Denn bei dieser 9-tägigen Seereise, die den Zweittitel „Im Kielwasser der Wikinger“ trägt, handelt es sich um etwas ganz Besonderes, das nur einmal im Jahr stattfindet, und zwar vom 13. – 25.05.2014.

Die MS Fram kreuzt die meiste Zeit des Jahres in den polaren Gewässern dieser Welt: Im Sommer in der Arktis und im Winter in der Antarktis. Im Frühjahr bzw. Herbst steht alljährlich die Zeit der Überführung von Süd nach Nord bzw. umgekehrt auf dem Plan. Das verbindet das Eisklassenschiff MS Fram, das der gleichen Reederei wie die Hurtigrutenflotte in Norwegen gehört, mit verschiedenen europaweiten Touren. Dazu zählt auch die Kreuzfahrt im Nordatlantik.

Kreuzfahrt im Nordatlantik „Im Kielwasser der Wikinger“

Die Nordwest-Europareise der MS Fram wandelt auf den Spuren der Wikinger. Dieses kriegerische Seefahrervolk, das von germanischen Völkern des Nord- und Ostseeraumes abstammt, zog auf seinen Beutezügen weite Kreise. Auch die britischen Inseln und Island wurden von ihnen heimgesucht. Die MS Fram vollzieht nun 1000 Jahre später die Wege der Wikinger nach, aber ohne dabei eine Spur der Verwüstung anzurichten!

Die Kreuzfahrt im Nordatlantik beginnt im norwegischen Bergen, so wie die Schwestern der MS Fram, die sich auf die Hurtigruten entlang der norwegischen Küste begeben. Bergen wurde im Jahr 1070 von dem Wikingerkönig Olav Kyrre gegründet und auf den Namen „Bjørgvin“ (grüne Weide zwischen den Bergen) getauft. Allerdings nimmt die MS Fram von Beginn an einen ganz anderen Kurs als ihre Schwesternschiffe, und zwar Richtung Südwesten über die Nordsee nach Schottland.

Schottland und seine Inselwelt

Nicht weniger als sechs schottische Häfen läuft die MS Fram in den nächsten Tagen an. Die erste Station ist Leith im Südosten des schottischen Festlands. Ihr Hafen befindet sich nur einige Kilometer von Edinburgh entfernt. Mit historischen Straßenzügen und einer modernen Kulturszene bietet Edinburgh ein ideales Verhältnis zwischen Tradition und Gegenwart.

Orkneyinseln und Innere Hebriden

Der zweite Anlandepunkt ist Kirkwall, die Hauptstadt der Orkney-Inseln im Nordosten Schottlands. Die Silhouette von Kirkwall wird dominiert von der St.-Magnus-Kathedrale.Erste Hinweise auf eine Besiedlung gibt eine Saga aus dem Jahr 1046. Der Name Kirkwall leitet sich vom norwegischen „Kirkjuvagr“ (Kirchenbucht) ab.

Weiter geht es an die Westküste Schottlands. Hier steht als erstes Portree auf dem Plan, die die größte Stadt der Inneren Hebriden ist. Noch heute sprechen 35-40% der Bewohner Gälisch. Das hiesige Aros-Zentrum bietet zudem einen idealen Einblick in die gälische Tradition. Das  Städtchen ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen zur Halbinsel Trotternish Ridge. Auf der Weiterfahrt durch die Gewässer der Inneren Hebriden hält die MS Fram kurz in Iona, einer kleinen Insel, die vier Jahrhunderte lang das Zentrum des irischen Mönchtums war. Die Insel Staffa mit ihren berühmten Basaltfelsen und Höhlen passiert man auf dem Weg nach Oban an der schottischen Südwestküste, das als das „Tor zu den Inseln“ bekannt ist.
Der steile Anstieg zu dem Hausberg des Ortes wird mit einem atemberaubenden Blick über die gesamte Bucht bis hin zur Insel Mull belohnt.

 Äußere Hebriden und Shetlandinseln

Wilde Fjorde und tiefe Schluchten dominieren die Isle of Lewis der Äußeren Hebriden. Der Inselort Stornoway war einst eine Wikinger-Siedlung an einem gut geschützten Naturhafen. Auf dieser Kreuzfahrt im Nordatlantik hat man einen kompletten Tag zur Verfügung, um diese Insel kennen zu lernen.

Nächstes Etappenziel sind die Shetlandinseln. In der reizvollen Umgebung der Stadt Lerwick findet man eine hohe Dichte historischer sowie archäologisch interessanter Stätten vor, wie zum Beispiel Europas besterhaltenen Broch – ein runder Turm aus der Eisenzeit – sowie zwei beeindruckende Siedlungen aus der gleichen Zeit.

Färöer Inseln

Die Färöer – umgangssprachlich auch Färöer-Inseln – sind eine autonome, zur dänischen Krone gehörende Inselgruppe im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island. Die bereits im 10. Jahrhundert gegründete Stadt Tórshavn ist vermutlich die älteste und mit 15.000 Einwohnern zugleich kleinste Hauptstadt Nordeuropas. Das Stadtbild wird geprägt durch die landestypischen farbenfrohen Häuser.

Westmänner Inseln und Island

Die Westmänner-Inseln bestehen aus insgesamt 15 Inseln vor der Südküste Islands. Steile Klippen und eine üppige Vegeation bieten hier Lebensraum für unzählige Vögel, wie zum Beispiel den Papageientaucher.

Das Ziel dieser Kreuzfahrt im Nordatlantik ist Islands Hauptstadt Reykjavik, die einst auch von Wikingern gegründet wurde. Die einzigartige Umgebung der Stadt bietet nicht nur Geysire, Bergformationen und Gletscher, sondern auch die berühmte Blaue Lagune.

Haben Sie die Inseln im Nordatlantik auch schon einmal auf einer Seereise kennengelernt? Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungsberichte!

 

 

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

One Comment

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  • Juhu! Ich freue mich schon so sehr auf die anstehende Reise! Es wird bestimmt ganz toll! Das wird unsere erste gemeinsame Reise!

    schöne Grüße,

    Angelika

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