Edinburgh: Der perfekte Tag in Schottlands Hauptstadt!

Edinburgh

Edinburgh: Victoria Street
Foto: P. Tomkins/ Scottish Viewpoint

Edinburgh gehört neben London zu den meistbesuchten Metropolen Großbritanniens. Und das hat seinen Grund! Die schottische Hauptstadt kann sich einer bemerkenswerten Zahl an Kulturgütern rühmen. Besuchermagnet Nummer 1 zu jeder Jahreszeit ist das Edinburgh Castle. Speziell im August zieht das alljährlich stattfindende Edinburgh Festival die Schottlandsfans magisch an.

Die schottische Hauptstadt hat so Einiges zu bieten und die Entscheidung, was denn nun das Wichtigste ist, was man gesehen haben muss, fällt dem Besucher oft schwer. „Der perfekte Tag in Edinburgh“ gibt hier eine Entscheidungshilfe.

Auf jeder der vielen ZeitRäume Schottlandreisen kann man die folgenden Programmvorschläge ausprobieren, denn alle Reisen haben als Ausgangs- und Endpunkt Edinburgh!

Edinburghs Geschichte ganz kurz

Edinburgh ist zwar nicht Schottlands größte Stadt (diesen Platz nimmt Glasgow ein), dafür aber seit dem 15.Jahrhundert seine Hauptstadt. Schottland war lange Zeit selbständig verwaltet und regiert. Im Jahre 1707 wurde dann jedoch im sogenannten „Act of Union“ das englische und schottische Parlament in London für knapp 300 Jahre zum britischen Parlament zusammengelegt. Erst seit dem Jahr 1999 konnten sich die Schotten zumindest Ihre inländische Selbständigkeit zurückholen und es existiert seitdem wieder ein schottisches Parlament in Edinburgh.

 Der perfekte Vormittag in Edinburgh

Nach einer erholsamen Nacht im Apex International Hotel am Grasmarket beginnt der perfekte Tag in Edinburgh gleich mit einem Highlight: Beim Frühstück kann man den fantastischen Ausblick auf das Wahrzeichen der Stadt, das Edinburgh Castle, in vollen Zügen genießen. Anschließend erkundet man die erste Sehenswürdigkeit am besten zu Fuß. Nachdem man beim Frühstück bereits neugierig auf das Edinburgh Castle geworden ist und es außerdem nicht weit entfernt liegt, sollte man dort mit seinem Stadtrundgang beginnen. Allein die Lage hoch oben auf einem mächtigen Felsblock mittten in der Stadt macht Edinburgh Castle zu einer  unverkennbaren und einmaligen Festung! Der höhenbedingt beschwerliche Aufstieg lohnt sich aber auf alle Fälle, es gibt hier Vieles zu entdecken. Im Innern der Burg befindet sich auch Edinburghs Touristeninformation, so kann man sich gleich noch wertvolle aktuelle Tipps holen. Die Eintrittskarten für die Burgbesichtigung organisiert man sich am besten übers Internet beim Visit Britain Shop, so erspart man sich das Schlangestehen. Der berühmte Kanonenschuss um Punkt 13.00 Uhr (außer am Sonntag), der früher für die Kapitäne in der Firth of Forth, der Bucht vor Edinburgh, zur Einstellung ihrer Chronometer diente, kann einem schon durch Mark und Bein gehen – vielleicht der richtige Zeitpunkt, um sich wieder in die Stadt zu begeben und eine Mittagspause einzulegen.

Der perfekte (Nach-) Mittag in Edinburgh

Nicht weit entfernt am Fuße des Edinburgh Castle befindet sich das Atrium, ein exklusives Restaurant, wo die meisten Speisen zwar erst ab 25,- € beginnen, diese aber wirklich vorzüglich sind und durch die erlesene Weinkarte abgerundet werden. Wem das mittags zu viel ist, der kann auch eine Kleinigkeit im Cafe Rouge für 8,- bis 15,- € zu sich nehmen. Es gehört zu einer Restaurantkette und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier absolut. Man hat jedoch vom Edinburgh Castle noch einen guten Kilometer zu bewältigen, dafür ist der Weg dorthin gesäumt mit Sehenswürdigkeiten. Wenn der Hunger also noch nicht allzu groß ist, empfiehlt sich der Fußmarsch vorbei an dem Scottish Whisky Heritage, dem Outlook Tower, dem Lady Stairs House, der National Gallery und der Royal Scottish Academy. Man kann diese Strecke natürlich auch fahrend zum Beispiel in einem der bekannten bunten Doppeldeckerbusse bewältigen. Während des Essens hat man dann genügend Zeit zu überlegen, welches der auf dem Weg entdeckten Gebäude einen am meisten interessiert. Eine spannende Geschichte bietet zum Beispiel das Lady Stairs House. Bereits 1622 wurde dieses mehrstöckige Gebäude in einem Hinterhof der North Bank Street errichtet. 100 Jahre später bezog Lady Stair die Gemächer und seitdem trägt das Bauwerk ihren Namen. Heutzutage  befindet sich dort ein sehenswertes Museum über das Leben und Wirken der großen schottischen Dichter. Vom Dach des Outlook Tower hat man – ähnlich wie vom Edinburgh Castle – einen hervorragenden Ausblick über die Stadt. Empfehlenswert sind die Foto- und Hologramm-Ausstellungen sowie die Camera obscura, die das Panorama von Edinburgh auf eine halbrunde Mattscheibe projiziert.

Nach so viel Wissenswertem schlendert man am besten noch ein bißchen über die berühmte Princess Street, die Einkaufsmeile von Edinburgh. Je nach Interesse nimmt man sich etwas mehr Zeit bei den vorangegangenen Sehenswürdigkeiten oder man kürzt diese Besichtigungen zugunsten einer Shopping Tour etwas ab.

Der perfekte Abend in Edinburgh

Da das Apex International Hotel am Grassmarket steht, braucht man quasi nur aus der Hotelhalle zu gehen und schon befindet man sich in einer von Edinburghs beliebtesten Pub Vierteln. Vorher sollte man sich allerdings eine ordentliche kulinarische Grundlage zulegen! Falls man mittags nicht schon in dem erwähnten Atrium war, wäre dies aufgrund der Nähe wirklich empfehlenswert. Kennt man dieses bereits und möchte außerdem etwas Leichteres am Abend zu sich nehmen, ist in dem Mussel Inn bestens aufgehoben. Hier gibt es recht preiswerte Muscheln und andere fangfrische Meeresfrüchte zwischen 10,- und 18,- €.

Den perfekten Tag in Edinburgh lässt man am besten mit einem echt „Scottish Evening“ in einem der vielen Pubs ausklingen. Entweder in dem Ensign Ewart, wo einem neben der üblichen Livemusik ein gemischtes Publikum aus Fremden und Einheimischen begegnet. Oder man wandelt abseits der Touristenpfade und betritt das Malt Shovel Inn in der Cockburn Street. Hier lernt man das wahre Leben der alteingesessenen Edinburgher bei Livemusik kennen!

 

 

 

About the author

Klaus Becker

In Tromsø schon mal den Bus zum Schiff verpasst und richtig viel Spaß bei einer samischen Familie gehabt, in Schottland schon mal versucht, alle Malt Whiskys zu probieren. Im echten Leben aber Geschäftsführer und Blogger mit Leidenschaft.

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