Whisky Wanderweg in Schottland

Whisky Wanderweg

Moray Keith: The Strathisla Destillery
Foto: P. Tomkins/ Scottish Viewpoint

Der Whisky Wanderweg – der Malt Whisky Trail – in Schottland lässt das Herz von jedem Whisky-liebenden Wanderer höher schlagen. Aber auch wenn man selbst vielleicht kein Freund von Hochprozentigem ist, so lohnt es sich trotzdem für jeden zu sehen, wie das Nationalgetränk der Schotten hergestellt wird. Und genau darum geht es bei dem Malt Whisky Trail, der im Nordosten Schottlands südlich der Moray Firth entlang führt. Warum genau dort? Weil hier die besten und größten Destillerien des Landes angesiedelt sind.

Whisky Wanderweg und Uisce Beathad

Der Whisky Wanderweg befindet sich in der Speyside, also in der Region um den Fluss Spey. Hier gibt es sage und schreibe an die 50 Whisky Brennereien, stellvertretend wurden für den Malt Whisky Trail aber 9 besonders sehenswerte und ein Zuliefererbetrieb  ausgewählt. Ganz gleich, ob man sich alle anschauen möchte oder nur ein paar von ihnen, es geht dort immer um das „Uisce Beathad“ – um das Wasser des Lebens. Und da die Brennereien alle in einem Umkreis von ungefähr 40 km liegen, ist es für Schottlandreisende, die gut zu Fuß sind, durchaus machbar, diese allesamt per pedes zu erreichen! Der tolle Nebeneffekt: Man kann auch mal guten Gewissens ein Tröpfchen mehr probieren, weil man ja kein Auto mehr fahren muss!

Wer weniger Zeit hat und weniger gern tagelang wandert, der kann den Whisky Wanderweg aber auch sehr gut in Form einer Mietwagenrundreise genießen, zum Beispiel auf der ZeitRäume-Reise „Highlands und Whisky Trail„. Man übernachtet dann nach einem Destillen-Besuch einfach  in der Nähe und kann vor Ort noch schöne Ausnüchterungsspaziergänge unternehmen!

Verlauf des Whisky Wanderweges

Der Malt Whisky Trail beginnt an der Glenlivet Distillery, die circa 40 km östlich von Inverness liegt. Diese Brennerei wurde 1824 gegründet und gehört mittlerweile einem großen Lebensmittelkonzern aus Kanada. Nach einer Besichtigung der Anlage kann man in dem nahe gelegenen Cairngorm Nationalpark eine schöne Wanderung unternehmen.

Noch nicht einmal 20 km weiter östlich  ist die zweite Station: Die Glenfiddich Distillery bei Dufftown, die sich damit brüsten kann, noch immer im Besitz der Gründerfamilie zu sein. Außerdem ist dies die einzige Destillerie, die auch ein eigene Flaschenabfüllung vorweisen kann, sozusagen alles aus einer Hand.

Weiter geht es zu einem Zulieferer-Betrieb der Whisky-Brennereien: Die Speyside Cooperage baut und repariert jährlich bis zu 100.000 Eichenfässer. Dass der Betrieb so gut funktioniert liegt mit Sicherheit auch daran, dass er strategisch günstig im Knotenpunkt zwischen sechs großen Whiksy-Brenereien liegt. Er ist daher auch auf dem Whisky Wanderweg ein Dreh- und Angelpunkt.

Die Glenfarclas Distillery wurde 1836 gergündet und bis heute von den Nachfahren des zweiten Besitzers geführt. Die Cardhu Distillery ist die einzige Whisky-Brennerei, die jemals von einer Frau gegründet wurde. Die 1840 gergündete und von einem wunderschönen viktorianischen Garten umgebene Glen Grant Distillery erlangte derweil Weltruhm.

Ebenfalls entlang des Whisky Wanderwegs liegt eine der schönsten Brennereien: die Strathisla Distillery in Keith. Sie kann außerdem eine der beliebtesten Scottish Whiskys ihr Eigen nennen: Den Chivas Regal. Ihr drittes Merkmal ist ihr Alter: Sie wurde bereits im 18. Jahrhundert gegründet!

Der Malt Whisky  Trail verlässt nun das Ufer des Flusses Spey und begibt sich entlang der Küste des Moray Meeresarms zu drei weiteren Betrieben. Als erstes erreicht man die Glen Moray Distillery bei Elgin. Sie wurde während ihrer über 100jährigen Geschichte öfter geschlossen und wieder eröffnet, war aber von 1920 bis 2004 immer im Besitz der Macdonald & Muir Ltd., die hier auch das Prinzip des mittlerweile allseits anerkannten „wood finishing“ erprobten.

Die Stationen 8 und 9 auf dem Malt Whisky Trail sind die Benromach und die Dallas Dhu Historic Distillery bei Forres. Letztere wurden 1898 gegründet. Der Begriff „Dallas“ ergibt sich aus den gälischen Worten für Tal und Wasser, Dhu bedeutet schwarz. Seit 1988 dient sich nur noch als Museum, ist aber wirklich sehenswert.

 

 

 

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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