Arran Island und Aran Islands sind ein und dasselbe?!

Arran Island

Arran Island im Südwesten Schottlands
Foto: Visit Scotland/Scottish viewpoint

Mitnichten! Die Insel Arran Island liegt im Südwesten Schottlands und die Inselgruppe der Aran Islands liegt vor der Westküste Irlands. Die beiden haben außer der enormen Namensähnlichkeit nichts miteinander zu tun. Aber wenn man erst einmal nur von der einen weiß, macht es einen sehr stutzig, wenn man die andere Schreibweise sieht. So ging es zumindest mir, als ich in einer Zeitschrift über die Aran Islands in Irland las und an die Arran Island in Schottland dachte. Nachdem ich mich nun etwas mehr mit beiden beschäftigt habe, fiel mir jedoch noch eine weitere Gemeinsamkeit auf: Sie sind beide eine Reise wert!

Arran Island – die Miniaturausgabe von Schottland

Auf der Insel Arran findet man alles, was Schottlandreisende an diesem Land so lieben: Berge, Meer, Moore, weite Ebenen, Heidelandschaft und Wald kann man hier auf kleinstem Raum entdecken. Daher ist gerade für Wanderer diese Insel der ideale Ort, Schottland kennen zu lernen. Ohne ein Auto zu benutzen bewegt man sich von den „Highlands“ im Norden zu den „Lowlands“ im Süden der Insel oder zu der schäumenden Meeresküste, wo man entweder über steile Klippen klettert oder an Sandstränden spazieren gehen kann. Bedingt durch den Golfstrom ist die Vegetation üppig, an besonders geschützten Ecken gedeihen sogar exotische Pflanzen – wie zum Beispiel Palmen – unter freiem Himmel. Auch die unbelebte Natur hat Einiges zu bieten: Einmalige Gesteinsformationen begeistern ihre Betrachter, aber auch von Menschenhand gemachte Steinmonumente ziehen einen in seinen Bann. Die „Standing Stones“ in Machrie an der Westküste der Insel sind der Beweis dafür. Sechs weitere prähistorische Steinkreise findet man auf der gesamten Insel, aber der Machrie Moor Stone Circle besitzt die meiste Magie!

Steckbrief der Arran Island

Arran Island liegt in dem Meeresarm „Firth of Clyde“, ist 432 km² groß und somit die siebtgrößte schottische Insel. Die höchste Erhebung ist der Goat Fell mit 873 m im Nordosten, die Insel fällt Richtung Süden ab. Es leben hier 4600 Menschen, die sich auf 8 Dörfer verteilen. Das größte ist Lamlash mit 1000 Einwohnern, dann folgt Brodick mit 600 Bürgern. Die anderen sind Lochranza, Catacol, Corrie, Blackwaterfoot, Kildovan und Whiting Bay. Arran Island gehört  zu dem Verwaltungsbezirk North Ayrshire.  Auf der 90 km langen Küstenstraße kann man Arran Island komplett umrunden. Die Einwohner verdienen ihr Geld in erster Linie mit dem Tourismus, aber auch die Land- und Forstwirtschaft sind wichtige Einnahmequellen. Zwei Fährlinien verbinden das schottische Festland mit der Insel: eine von Claonaig auf der westlich gelegenen großen Halbinsel Kintyre  nach Lochranza im Norden von Arran Island und eine direkt von der schottischen Küste von Ardrossan nach Brodick an der Ostküste der Insel.

Attraktionen auf Arran Island

Die Touristen kommen in erster Linie wegen der grandiosen Landschaft auf die Insel. Aber Arran Island hat noch Einiges mehr zu bieten. Bereits bei der Überfahrt von Ardrossan nach Brodick entdeckt man auf den Felsen am Merkland Point ein paar Kegelrobben und Seehunde, die einen willkommen heißen. Auch Kulturliebhaber kommen nicht zu kurz: Neben den prähistorischen Steinkreisen lohnt zum Beispiel auch der Besuch von modernen Kulturstätten. Dazu zählt zweifellos die Arran Distillery in dem wunderschön in einer Bucht gelegenen Ort Lochranza. Die Whisky-Brennerei ist noch relativ jung, sie stammt aus dem Jahr 1995 und bietet außer der Verkostung des hochprozentigen Getränks erlebnisreiche Führungen an. Wo wir gerade beim Alkohl sind: Das Bier der Isle of Arran Brewery, die in Cladach bei Brodick ansässig ist, ist qualitativ hochwertig und für Kenner ein wahrer Genuss. Dem Arran Dark sagt man nach, dass es sogar süchtig machen soll!  Das Lochranza Castle aus dem 13. Jahrhundert ist zwar nur noch eine Ruine, aber es steht recht malerisch auf einer Landzunge. Sehenswerter ist wahrscheinlich das Brodick Castle mit seinem Park. Auch wenn nur ein kleiner Teil dieses noch bewohnten Schlosses zu besichtigen ist, lohnt sich der Besuch. Besonders die Eingangshalle mit den vielen kapitalen Hirschgeweihen ist beeindruckend. Der Park lädt mit seinen vielen Rhododendronbüschen und Bäumen besonders im Frühling und Frühsommer zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
Arran Island hat aber auch Kulinarisch so Einiges zu bieten. Zu den Spezialitäten zählen Käse, Marmelade, Honig, Schokolade und frisch geräucherter Fisch.

Wie man sieht, gibt es Gründe genug, der Arran Island auf einer Schottlandreise mit ZeitRäume einen Besuch abzustatten!

 

 

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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