Killarney Nationalpark: Fülle an Sehenswürdigkeiten

Killarney Nationalpark

Ross Castle in Killarney
Foto: Reinhard Pantke

Der Killarney Nationalpark in Irland hat so viel zu bieten, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Eine traumhafte Landschaft mit einer lieblichen Seengebiet, umgeben von bis zu 800 m hohen Bergen und mehreren kulturellen Highlights wie dem Muckross House und dem Ross Castle. Direkt angrenzend befindet sich das malerische und namensgebende Städtchen Killarney, das wiederum das Tor zu dem berühmten Ring of Kerry ist, eine der Hauptattraktionen Irlands im Südwesten der grünen Insel.

Unsere Empfehlung: Man sollte sich für diesen Nationalpark unbedingt mehr als einen Tag Zeit nehmen!

Killarney Nationalpark im Überblick

Der Killarney Nationalpark befindet sich im County Kerry, ist 10.000 ha groß, ungefähr 10 km breit und 15 km lang. Mehrere Seen sowie viele Flüsse und Bäche prägen die Landschaft. Der mit Abstand größte See ist der Lough Leane im Norden, an dem auch die Stadt Killarney liegt. Er steht in Verbindung mit einem verzweigten Seengebiet. Direkt angrenzend ist der Muckross Lake, zwischen den beiden befindet sich die Muckross Halbinsel. Über den flussähnlichen, langgezogenen See Long Range geht es weiter südwärts bis zu dem Upper Lake. Neben dem vielen Wasser gibt es hier aber auch bis zu 800 m hohe Berge. Die Landschaft ist extrem abwechslungsreich und lädt zu stundenlangen Wanderungen ein.
1981 wurde der Park von der UNESCO zusätzlich zum Biosphärenreservat erklärt.

Muckross House – der Ursprung des Killarney Nationalpark

Der Kernbereich des Killarney Nationalparks ist sowohl aufgrund der Entstehungsgeschichte wie auch aus geographischer Sicht der Bourne Vincent Memorial Park, der zu dem Muckross House gehört. Er wurde 1932 von den Besitzern des 1846 erbauten Muckross Houses großzügigerweise der irischen Nation geschenkt. Weithin bekannt wurde er durch seine Flora: Seinen alten Eichen- und Eibenbestand sowie verschiedene immergrüne Bäume, Moose und Flechten. Das faunistische Aushängeschild ist das kapitale Rotwild.
Das Muckross House geört zu den wichtigsten Herrenhäusern Irlands. Es hat Vieles zu bieten: Außer dem nobel eingerichtet Haus aus der viktorianischen Zeit, das man geführt besichtigen kann, sind die zugehörige Traditional Farm, die verschiedenen Kunsthandwerksstände und das Cafe unbedingt einen Besuch wert. Auch die nicht weit entfernt stehende Muckross Friary, ein ehemaliges Franziskanerkloster, lohnt einen Abstecher.
Der zugehörige, wunderschöne Park geht fließend in die Muckross Peninsula, die Halbinsel zwischen Lough Leane und Muckross Lake über, der an seinem Nordufer sehr markante Kalkfelsen aufweist. Die Peninsula setzt sich westwärts fort in Form der Inseln Brickeen Bridge und Dinis Island, deren höchste Erhebung den besten Ausblick auf die drei Hauptseen des Nationalparks bietet.

Weitere kulturelle Highlights des Killarney Nationalparks

Wichtig für den Killarney Nationalpark sind aber auch das Killarney House mit seinem Garten und das Knockreer House bei bzw. in der Stadt Killarney, die sich im Norden des Nationalparks befindet. In Knockreer House ist das dazugehörige Bildungszentrum des Parks untergebracht. Außerdem ist der so genannte Deenagh Lodge Tearoom aus dem Jahre 1834 zur heutigen Zeit ein hervorragender Ort, an dem Einheimische und Besucher zusammentreffen und sich austauschen können. Früher war es das Torhaus des Kenmare Anwesens. Es steht auf einem Hügel nicht weit entfernt von der St. Mary Kathedral innerhalb der Stadt.
Das Killarney House  steht etwas mehr außerhalb der Stadt, ist aber für Wanderer auch noch problemlos zu Fuß erreichbar. Es diente der Familie Kenmare als Wohnstätte, als ihr ursprüngliches Haus direkt in der Stadt im Jahr 1913 abbrannte.

Am Rand der 10.000 Einwohner zählenden Stadt Killarney befindet sich die recht gut erhaltene Ruine des Ross Castle, die sehr idyllisch am Lough Leane liegt.Vor allem das Turmhaus in der Mitte dieser Befestigungsanlage mit seinen vier Rundtürmen an den Mauerecken ist noch gut erhalten.Das liegt unter anderem daran, dass seine Besitzer im Jahre 1652 die Burg kampflos an Cromwell übergeben haben, da dessen General wahrscheinlich sogar unwissend eine Vision erfüllte. Laut einer Vorbestimmung würde derjenige Angreifer, der auf die Idee kommt, Ross Castle von der Wasserseite, also vom Lough Leane aus, anzugreifen, die Festung auf jeden Fall einnehmen, egal wie stark die Gegenwehr ist.

Landschaftliche Highlights im Killarney Nationalpark

Südlich des Muckross Lake ist der Torc Mountain. In dieser Bergregion sollte man sich unbedingt die Torc Cascade ansehen, ein Wasserfall, an dem sich der Fluss Torc über einen Sandsteinfelsen 18 m hinabstürzt. Der Quellsee des Torc ist der so genannte „Devil´s Punch Bowl“ – des Teufels Punschterrine, der an der Ostgrenze des Killarney Nationalpark liegt. An ihm vorbei führt ein sehr schöner Wanderpfad auf den Mangerton Mountain (840 m ü. NN). Der Aufstieg wird durch einen grandiosen Ausblick belohnt.

Zwei grandiose Täler im bzw.in der Nähe des Nationalpark sind der Moll´s Gap und der Gap of Dunloe. Der Moll´s Gap ist eine Schlucht entlang der Old Kenmare Road im Südosten des Parks und der Gap of Dunloe ist ein Felsental westlich des Parks außerhalb der Grenzen.

Ganz im Süden empfiehlt sich der Besuch des Ladies View. Diesen sagenhaften Aussichtspunkt hatten schon die Hofdamen der Queen Victoria auf einer Ausflugsfahrt entdeckt und oft genossen, als sie im Muckross House zu Gast waren. Dieser Begebenheit verdankt dieser Ort seinen Namen.

Der Killarney Nationalpark ist, wie man sieht, eine wahre Bereicherung für jede Irlandrundreise. Lassen Sie sich dieses Highlight im Südwesten nicht entgehen! Oder kennen Sie den Killarney Nationalpark? Schreiben Sie uns Ihre Reiseerfahrungen, wir freuen uns darauf!

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About the author

Klaus Becker

In Tromsø schon mal den Bus zum Schiff verpasst und richtig viel Spaß bei einer samischen Familie gehabt, in Schottland schon mal versucht, alle Malt Whiskys zu probieren. Im echten Leben aber Geschäftsführer und Blogger mit Leidenschaft.

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