Isle of Skye: Wolkeninsel in Schottland

Isle of Skye

Isle of Skye
Foto: Reinhard Pantke

Isle of Skye ist eine Insel an der schottischen Westküste, die zu den Inneren Hebriden gehört. Ihren altnordischen Namen verdankt sie der Tatsache, dass ihre höchsten Berge oft im Nebel bzw. in den Wolken verschwinden. Ihre Hauptattraktion ist die alles andere als eintönige Landschaft: Massive Gebirge in ihrer Mitte, steile Klippen, die nahezu senkrecht ins Meer abfallen sowie karge Moore, die sich mit einer lieblichen Hügellandschaft und glasklaren Seen abwechseln. Ihre Besucher sind immer wieder aufs Neue fasziniert! Aber auch wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, bietet die Isle of Skye Einiges an Kultur, die den Aufenthalt hier dennoch unvergesslich werden lässt!

Die Isle of Skye im Überblick

Die Inneren Hebriden bestehen aus 35 bewohnten und 44 unbewohnten Inseln. Sie verteilen sich über einen Großteil der gesamten Westküste Schottlands. Die südlichste von ihnen ist die Isle of Islay und die nördlichste und größte die Isle of Skye. Sie misst in der Länge 80 km und ihre Breite variiert zwischen 5 und 35 km.

Im Südwesten der Isle of Skye befindet sich  die höchste Erhebung der Inneren Hebriden, der 996 m hohe Sgurr Alasdai. Er gehört zu den Gebirgshängen der Cuillins, die für ihre dramatische Silhouette über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Die Landschaft wird außerdem wie bereits erwähnt von den Mooren, kargen Hochlandplateaus mit viel Felsmaterial,Wiesen, Äckern, den steilen Klippen und den immer wieder dazwischenliegenden glasklaren Seen geprägt.
Die gut 10.000 Einwohner verdienen ihren Unterhalt durch den Tourismus, in der Landwirtschaft und der Fischerei sowie mit der Whisky-Brennerei. Dass der Tourismus die Haupteinnahmequelle ist, liegt daran, dass die Isle of Skye neben Edinburgh und Loch Ness die drittgrößte Attraktion Schottlands ist.

Man erreicht die Insel am einfachsten über die 1995 eröffnete “ Sky Bridge“, eine mittlerweile mautfreie Brücke von Kyle of Lochalsh am Festland nach Kylekin auf der Südhälfte von Skye. Alternativ kann man die Fähren von Glenelg nach Kylerhea in der Nähe der Brücke oder von Mallaig nach Armadale an der Südspitze von Skye nutzen.

Isle of Skye

Hafen der idyllischen Stadt Portree
Foto: Reinhard Pantke

Portree auf der Ostseite ist der größte Ort der Insel und gleichzeitig der Verwaltungssitz. Hier trifft sich alles , egal ob Feriengast oder Einheimischer, groß oder klein. Entsprechend quirlig ist es hier, aber diese hübsche Kleinstadt mit der idyllischen Stadtansicht vom Hafen aus ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Stadt bekam ihren Namen zu Ehren des Besuchs des englischen König James I. Dieser versuchte im 16. Jahrhundert einige schottische Clans zu versöhnen.

Die Insel ist zwar in acht verschiedene Gemeinden unterteilt, aber die traditionelle Einteilung von Skye anhand ihrer fünf Halbinseln ist noch immer in den Köpfen der Menschen verankert.

Die fünf Halbinseln der Isle of Skye

Im Süden liegt die Halbinsel Sleat, eine von sanften Hügeln geprägte landwirtschaftlich gut nutzbare Gegend, in der noch fast die Hälfte der Bewohner Gälisch sprechen können. Daher befindet sich hier das gälischsprachige College Sabhal Mòr Ostaig.

Im Südwesten befindet sich Minginish. Diese Halbinsel ist geprägt von der kargen Gebirgslandschaft der dunkel gefärbten Black Cuillins mit ihrer höchsten Erhebung, dem Sgurr Alasdai. Trotz der einsam anmutenden Gegend finden wir hier die einzige Single-Malt-Whisky-Brennerei von Skye, deren edler Tropfen sich Talisker nennt und für seinen herben Torfgeschmack bekannt ist. Außerdem lagert an diesem Ort der berühmte Whisky Johnnie Walker.

Im Westen liegt die Halbinsel Duirinish. Die durch ihr Castle recht bekannte Stadt Dunvegan ist gleichzeitig der Hauptort der Westküste der Isle of Skye. Diese eher landwirtschaftlich geprägte Gegend wirkt auch auf die Festlands-Briten anziehend, die sich hier in auffälliger Zahl Ferienhäuser zugelegt haben. An diesem Boom hat vielleicht auch das Dunvegan Castle seinen Anteil, denn es gilt als das älteste noch bewohnte und in Privatbesitz befindliche Schloss des Vereinigten Königreichs. Der Familie Macleod gehört seit 800 Jahren diese sehenswerte Burganlage und der dazugehörige Garten, der zum Spazierengehen und Wandern einlädt.

Weiter nordöstlich schließt sich Waternish an. Hier haben sich in dem idyllischen Ort Stein einige Kunsthandwerker-Läden und -Galerien einen Namen gemacht.

Isle of Skye

Felsenküste Kilt Rock auf der Isle of Skye
Foto: Reinhard Pantke

Im Nordosten der Isle of Skye liegt zum krönenden Abschluss der Inselrundfahrt noch die Halbinsel Trotternish, die mit einer grandiosen Landschaft aufwarten kann. Neben der berühmten 50 m hohen Basaltfelsnadel Old Man of Storr, die10 km nördlich von Portree steht, begeistert den Inselbesucher der nur einige Kilometer weiter gen Norden steil ins Meer abfallende Kilt Rock. Ihren Namen verdankt diese Steilküste der wie Falten eines Kilt aussehenden Basaltwand. Das dritte Naturphänomen auf Trotternish ist die bizarre Felsformation des Quiraing – ein durch einen Erdrutsch entstandenes Felsenmeer. Wem die halbstündige Wanderung von dem zugehörigen Parkplatz zum Quiriang nicht ausreicht, kann noch weiter in diese Kletterlandschaft vordringen, was allerdings recht anstrengend ist.

Fazit

Die Isle of Skye ist ein Muss für jeden Schottland-Liebhaber auf einer seiner Reisen durch dieses sagenhafte Land. Man kann den Inneren Hebriden auf verschiedenen Schottland-Reisen von ZeitRäume einen Besuch abstatten.

About the author

Klaus Becker

In Tromsø schon mal den Bus zum Schiff verpasst und richtig viel Spaß bei einer samischen Familie gehabt, in Schottland schon mal versucht, alle Malt Whiskys zu probieren. Im echten Leben aber Geschäftsführer und Blogger mit Leidenschaft.

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