Nostalgie-Reisen: Schweden, Hurtigruten und Schottland

Nostalgie auf Reisen

Kabine auf der MS Wilhelm Tham auf dem Götakanal in Schweden
Foto: Klaus Becker

Nostalgie-Reisen – da schwingt der Hauch der Vergangenheit mit. „Man fühlt sich wie auf einer Zeitreise!“ erzählen uns unsere Kunden immer wieder nach ihrer Reise mit einem der verschiedenen traditionellen Transportmittel in Nordeuropa. Der emotionslose Begriff Transportmittel klingt in diesem Zusammenhang eher unpassend, denn gerade bei Reisen mit Oldtimern wie den Göta Kanal Schiffen oder den Zügen der Inlandsbanan in Schweden, der Bahnfahrt mit dem altehrwürdigen Jacobite Steam Train auf der West Highland Railway Line oder gar dem Royal Scotsman in Schottland sowie mit dem ältesten noch aktiven Postschiff, der MS Lofoten entlang der norwegischen Küste ist viel Gefühl mit im Spiel. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell von A nach B zu kommen. Der Weg ist hier das Ziel. Und gerade das eher langsame Grundtempo dieser Transportmittel mit Herz ermöglicht es dem Reisenden, das Land viel genauer zu betrachten und kennenzulernen.

Göta Kanal – Nostalgie-Reisen in Schweden

Eine der schönsten Wasserstraßen Europas ist der Götakanal in Schweden. Hier kommt man voll auf seine Kosten, wenn man Nostalgie-Reisen sucht. Es erwartet einen eine abwechslungsreiche, liebliche Landschaft. Die drei traditionellen, kleinen Motorschiffe MS Juno, MS Diana und MS Wilhelm Tham bringen ihre Gäste in einem gemütlichen Tempo von Göteborg nach Stockholm oder umgekehrt. Dabei übernachtet man dreimal an Bord während es in einem der Häfen auf der Strecke liegt, so dass man nichts von der schönen Landschaft verpasst. Drei Reisen bietet ZeitRäume auf dem Göta Kanal an: „Von Küste zu Küste“, „Die klassische Kanalreise“ und die „Große Schwedenreise„. Sie unterscheiden sich durch die Häufigkeit und Länge der  Zwischenstopps bzw. Landausflüge und dauern daher zwischen vier und sechs Tagen.

Geschichte des Götakanals

Der von 1810 bis 1832 in Südschweden erbaute Götakanal zwischen Göteborg am Kattegat und Stockholm an der Ostsee ermöglichte einen schnellen Transport auf dem Wasserweg zwischen den beiden größten Städten Schwedens. Aufgrund der acht bereits natürlich vorkommenden Seen und dem einem Fluss auf dieser Strecke mussten oft nur kurze Verbindungsgräben ausgehoben werden, um den Götakanal wieder um einige Kilometer zu verlängern. Insgesamt weist er eine Länge von 190 km auf. Ein weiteres Merkmal sind die vielen, genauer gesagt 66 Schleusen, die man durchfahren muss, weil man unterwegs gut 90 m Höhenunterschied überwinden muss.

Nostalgie-Reisen

Inlandsbanan auf einer Brücke
Foto: Sverker Berggren

Inlandsbanan in Schweden

Nostalgie-Reisen findet man in Schweden aber auch auf den Schienen: Die Inlandsbanan sind der beste Beweis dafür! Von Kristinehamn im Süden geht die 1300 km lange Bahnroute bis Gällivare in Schwedisch Lappland im Norden. Das ist die perfekte Nord-Süd-Ergänzung zu der Ost-West-Verbindung des Götakanals. Wie man sieht, findet man Nostalgie-Reisen in Schweden in jeder Himmelsrichtung! Bei den drei Inlandsbanan-Angeboten von ZeitRäume kann sich jeder seine persönliche Lieblingsreise heraussuchen: „Von Stockholm nach Gällivare“ und “ Durch Nordschweden – die Seele Lapplands“ lassen beide den Gast in 8 Tagen die Inlandsbananstrecke von Mora nach Gällivare erleben. Die zweite Reise unterscheidet sich in den Ausflügen in Lappland von der erstgenannten. Man erfährt dabei noch mehr über die samische Urbevölkerung in Lappland, außerdem fährt man mit einem Linienzug bis Kiruna, von wo man die Heimreise per Flug antreten kann. Wer etwas mehr Zeit hat und außerdem neben Schweden auch gern noch die Postschiffe an der  norwegischen Küste kennenlernen möchte, ist auf der Reise „Inlandsbanan und Hurtigruten“ bestens aufgehoben. Auch befährt man mit der Inlandsbanan die Strecke Mora-Gällivare.

Geschichte der Inlandsbanan

Die Inlandsbanan wurde in einzelnen Etappen vom Staat erbaut. 1907 begann man mit der 125 km langen, ersten Strecke von Östersund nach Ulriksfors. 1911 und 1912 folgten die nächsten beiden Abschnitte: Ulriksfors – Volgsjön und Sveg – Brunflo. Zwischen 1916 und 1918 kaufte der Staat die bis dato private Bahnverbindung von Sveg nach Kristinehamn und komplettierte so den südlichen Teil der Inlandsbanan. Von 1917 bis 1937 dauerte der Bau der längsten Teilstrecke, die 930 km lang ist und bis nach Gällivare führt. Die Fertigstellung verzögerte sich immer wieder durch eine Konjunkturflaute und den zweiten Weltkrieg.
Ende des 20. Jahrhunderts drohte die Schließung der Inlandsbanan. Glücklicherweise fanden sich genügend Anhänger für diese Bahnlinie, die sich mittlerweile als Inbegriff von Nostalgie-Reisen versteht. Gemeinden, Provinzen und Firmen zogen am gleichen Strang und verhinderten die Einstellung des Fahrbetriebs erfolgreich! Heute und hoffentlich auch noch lange Zeit können sich Reisende auf dieser Route ganz der abwechslungsreichen Landschaft Schwedens  widmen.

Nostalgie-Reisen

Die MS Lofoten in Stammsund
Foto: Nancy Bundt – Guest Image Hurtigruten

 Hurtigruten in Norwegen

Die legendäre Postschifflinie in Norwegen spannt den Bogen von Neu nach Alt. Sie hat sowohl Reisen mit ganz modernen Schiffen wie auch waschechte Nostalgie-Reisen zu bieten. Bereits seit 1893 existiert der Linienverkehr entlang der norwegischen Küste und seit 1907 pendeln die Schiffe zwischen Bergen und Kirkenes im 12-Tages-Rhythmus. Im Verlauf der Jahrzehnte wurden immer wieder alte Schiffe ausgemustert und durch neue ersetzt, zuletzt kamen in 2002/2003 die drei größten hinzu: Die MS Finnmarken, die MS Trollfjord und die MS Midnatsol. Den Anspruch von Nostalgie-Reisen erfüllt dahingegen das dienstälteste Schiff der Flotte: Die MS Lofoten! Sie wurde 2001 von der norwegischen Regierung sogar zum Nationaldenkmal ernannt! Das 1964 erbaute diesjährige Jubiläumsschiff bedient noch immer die Strecke Bergen-Kirkenes und zurück. Die Fahrt mit ihr ist für Liebhaber traditioneller Schiffe genau das Richtige. Es gibt sogar unter den regulären Abfahrten in diesem Jahr 7 besondere Termine im Zeitraum 12.03. bis 07.10.2014, an denen jeweils die Themenreise „Im Wandel der Zeit – 50 Jahre MS Lofoten“ angeboten wird. Dabei erfährt man noch mehr über die Geschichte dieses legendären Schiffes.

West Highland Line in Schottland

Nostalgie-Reisen bietet ZeitRäume nicht nur in Skandinavien an. Auch in Schottland lässt sich dazu das ein oder andere Angebot finden. Die West Highland Line lernt man zum Beispiel auf der Reise „Bahnromantik – Reisen mit Stil“ kennen. Auf dieser Bahnstrecke verkehren neben den recht traditionellen Linienzügen auch der legendäre Jacobite Steam Train und der Royal Scotsman, zwei von Dampflokomotiven gezogene nostalgische Züge.

Die Westhighland Line ist eine nicht elektrisch betriebene, eingleisige Eisenbahnlinie von Glasgow nach Oban oder über Fort William nach Mallaig. Das erste Teilstück wurde 1842 von einem Vorort von Glasgow nach Edinburgh gebaut, aber erst in 1880 war die Strecke bis Oban komplett. Bis Mallaig führte die West Highland Line sogar erst in 1901. Sie ist bis heute die einzige Bahnlinie, die die westliche Region der Highlands erschließt. Bedeutung hat sie allerdings nur noch im Bereich des Tourismus, was aber nicht das schlechteste ist, wie wir meinen!

Haben Sie Fragen zu einer der Nostalgie-Reisen von ZeitRäume? Dann melden Sie sich einfach unter der 0641-93126-0!

 

 

 

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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