Cairngorms National Park – Im Herzen Schottlands

Cairngorms Nationalpark

Moorhuhn im Cairngorm National Park
Foto: Klaus Becker

Der Cairngorms Nationalpark in Schottland ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber. Entsprechend der 1.300 Höhenmeter, die es hier gibt, findet man mehrere Vegetationszonen und eine vielfältige Flora und Fauna. Dieser Nationalpark hat nicht nur viele Höhenmeter zu bieten, sondern er ist mit seinen 3.800 km² auch flächenmäßig der größte, und das nicht nur in Schottland, sondern in ganz Großbritannien. Er befindet sich im Dreieck zwischen Edinburgh, Aberdeen und Inverness, die östliche Hälfte der Grampian Mountains  liegt innerhalb seiner Grenzen.

Der schottische Landsitz der britischen Königsfamilie – Balmoral Castle – liegt mitten im Cairngorms Nationalpark – und das hat seinen Grund! Da bräuchte man eigentlich nicht mehr viel über die landschaftliche Schönheit dieser Region zu sagen, aber wir tun es trotzdem!

Cairngorms Nationalpark – urige Bäume und alpine Berge

Der Cairngorms Nationalpark hat viel Abwechslung zu bieten. Im Vordergrund steht die sagenhafte Landschaft der – wörtlich übersetzt – „Blauen Hügel“. Neben idyllischen Seen und Flüssen, die sich kurvenreich durch malerische Täler ziehen, fasziniert einen der Gegensatz zwischen den sanften Hügeln und den massiven Bergen, die hier auf relativ kleinem Raum beieinander liegen. Fünf der sechs höchsten Berge Großbritanniens ragen hier in den Himmel auf: Mit 1.309 m ist der Ben Macdui der höchste. Ihm folgen der Braeriach (1.296 m), der Cairn Toul (1.291 m), der Namensgeber Cairn Gorms (1.245 m) und der Ben Avon (1.171 m). Secchs weitere sind noch über 1000 m. Es herrscht ein subarktisches Klima, in diesen Höhen findet man keine Bäume mehr, sondern nur noch Busch- und Heidelandschaft. Auch die Fauna hat sich den alpinen Lebensbedingungen angepasst, man findet hier zum Beispiel Schnee- und Moorhühner sowie Schneeammern. Sogar seltene Tierarten wie Fischadler, Auerhahn, Baummarder, rotes Eichhörnchen und Wildkatze erfreuen im Cairngorms Nationalpark das Herz der Tierfreunde.  25% der bedrohten Tierarten in Schottland finden hier noch ein zuhause – und das hoffentlich noch lange!

Aber auch die Landschaft selbst ist einmalig und schützenswert mit ihren Bergen, Mooren, Wäldern, Flüssen, Seen und Tälern. Naturliebhaber und Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten. In den Gebirgsregionen liegt bis in den Mai hinein Schnee, weiter unten umsäumen Kiefernwälder tiefe, dunkle Seen und im Frühjahr erfreut ein blühende Heidelandschaft jeden Besucher.

Freizeitaktivitäten im Cairngorms Nationalpark

Neben dem Wandern und Bergsteigen ist im Winter, Frühling und Herbst auch das alpine Skifahren und Snowboardfahren im Nationalpark möglich, was die Naturschützer weniger freut, die Freunde des Wintersports dafür um so mehr. Da kann man geteilter Meinung sein. Aber so lange die Skifahrer sich an die Regeln halten, wird die Tier- und Pflanzenwelt nicht stark beeinträchtigt. Das gilt auch für die Kanufahrer im Sommer auf den Seen. Sport im Freien erfordert generell ein gegenseitiges Rücksichtnehmen, das sollte allgemein bekannt sein.

Wer sich weniger viel bewegen will, kann sich ausgiebig dem Angeln widmen oder sich ohne Kletterpartie mit der Cairngorm Mountain Railway auf die höchsten Berggipfel bringen lassen. Ab dem Städtchen Aviemore, das mit 2.400 Einwohnern die größte Ortschaft der Region ist, fährt mehrmals täglich ein attraktiver Dampflockzug nach Broomhill. Eine weitere Touristenattraktion ist das Aviemore Highland Resort. In der Ferienanlage mit Hotels, Chalets, Restaurants, einem Schwimmbad, einem Fitness- und Wellnesscenter sowie Spielhallen und einem großen Einkaufszentrum machen vor allem Familien mit Kindern gerne Urlaub. Wer sich lieber der Kultur Schottlands widmen möchte, findet diese in Form von mehreren Whisky-Brennereien, die ganzjährig besucht werden können und einmal im Jahr einem der wichtigsten Highland Games Schottlands, das in Braemar mitten im Cairngorms Nationalpark mit einer sagenhaften Kulisse stattfindet.

Aber der Nationalpark dient nicht nur dem Naturschutz, den Erholungssuchenden und den Sportlern, sondern hier leben und arbeiten auch Eimheimische. Neben der Naturlandschaft gibt es daher auch eine Kulturlandschaft mit Äckern und Weiden.

Auf mehreren Schottlandreisen von ZeitRäume kann – und sollte! – man dieser sehenswerten Region einen Besuch abstatten.

 

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

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