Fähren nach Irland und Schottland: Reisen mit dem eigenen PKW

Fähren nach Irland und Schottland

Die „Irish Sea European Causway“
Foto: P&O Ferries

Dank der großen Auswahl an Fähren nach Irland und Schottland müssen Reisende nicht zwangsläufig fliegen und vor Ort einen Mietwagen leihen. Man kann ganz individuell mit seinem eigenen PKW in sein Reiseland gelangen und schont dabei auch noch die Umwelt, was uns als Reiseveranstalter für nachhaltiges Reisen sehr wichtig ist. Außerdem macht man auf diese Weise bereits die Anreise zu einem besonderen Erlebnis. Wer zwei oder drei Tage mehr Zeit hat, sollte diese Alternative auf jeden Fall in Betracht ziehen, denn man lernt neben Irland oder Schottland dann zusätzlich auch etwas England/Wales und je nach Streckenführung auch ein bißchen Frankreich kennen.

Linkssteuerung und Linksverkehr in Irland und Schottland

Entscheidet man sich dazu, Irland und Schottland mit seinem eigenen, linksgesteuerten Fahrzeug kennen zu lernen, hat das sowohl Vor- als auch Nachteile. Von Vorteil ist zum Beispiel, dass man mit der Links-Steuerung einfach viel vertrauter ist und man sich zusätzlich zu dem Linksverkehr nicht auch noch ans Steuern von der rechten Autoseite aus gewöhnen muss wie es in einem irischen oder schottischen PKW der Fall wäre. Zudem fällt es vielen erst einmal sehr schwer, bei einem rechtsgesteuerten Auto plötzlich links schalten zu müssen. Nun gibt es in Irland und Schottland selbstverständlich auch PKW mit Automatik-Schaltung, aber die sind als Mietwagen deutlich teurer als PKWs mit Gangschaltung.

Es kann unter Umständen ein folgenschwerer Nachteil sein, das man sich in seinem eigenen Wagen zu sehr „wie zuhause“ fühlt und in Situationen, in denen man unbewusst handelt, schnell mal auf die falsche Fahrbahn gerät. Ein weiterer Nachteil für linksgesteuerte PKW im Linksverkehr ergibt sich beim Überholen, das eigentlich gar nicht funktioniert.

Die verschiedenen Vor-und Nachteile zeigen, dass letztlich jeder für sich selbst entscheiden muss, was für ihn oder sie das beste ist.

Über die Landbrücke England nach Schottland und Irland

Weder Irland noch Schottland können von deutschen Häfen aus angereist werden. Dafür gibt es fünf Möglichkeiten von den Niederlanden, von Belgien und von Frankreich aus. Viele Fährverbindungen nach Schottland und Irland sind nur über die „Landbrücke“ England möglich, wobei es nach Irland auch zwei direkte Fährlinien von Frankreich aus gibt. Neben einigen kleinen sind Irish Ferries, P&O sowie Stena Line die größten Fähranbieter, die Reisende auf die grüne Insel bringen.

Fähren nach Irland und Schottland
Spirit of Britain vor den weißen Klippen Englands
Foto: P&O Ferries

Fährverbindungen nach Schottland

Die Fährgesellschaft P&O Ferries bietet von Rotterdam in den Niederlanden und von Zeebrugge in Belgien Verbindungen nach Hull im Nordosten von England an. Von dort sind es noch ungefähr 420 km bis zur schottischen Hauptstadt Edinburgh.

Die Reederei DFDS Seaways bringt ihre Gäste von Amsterdam, Hauptstadt der Niederlande, nach Newcastle, das noch einige Kilometer weiter nördlich als Hull an der Nordseeküste von England liegt. Edinburgh ist von dort nur noch knapp 200 km entfernt.

Wer eine Schottland-Irland-Autorundreise mit eigenem PKW plant, hat außer der häufig genutzten Reiseroute über England die Möglichkeit, direkt von Campbeltown in Schottland nach Ballycastle in Nordirland oder umgekehrt überzusetzen.

Fährverbindungen nach Irland

P&O setzt seine Passagiere nicht direkt nach Irland über. Aber der Umweg über England kann durchaus reizvoll sein. Die kürzeste und außerdem bekannteste Fährverbindung ist dabei von Calais in Frankreich nach Dover in Großbritannien, das südöstlich von London liegt. An dieser engsten Stelle zwischen Frankreich und England beträgt die Entfernung fast genau eine Marathonlaufstrecke, also 42 km. Dies animiert ausdauernde, hartgesottene Schwimmer übrigens seit 1927 alljährlich dazu, den Kanalschwimm-Wettbewerb auszutragen.Von Dover aus kann man für die Überfahrt nach Irland zwischen mehreren Fährhäfen auswählen. Zum Beispiel der 500 km entfernte Hafen von Birkenhead bei Liverpool, von wo man in sieben Stunden per P&O-Fähre nach Dublin übersetzen kann. Oder den Hafen von Holyhead, der knapp 600 km von Dover aus entfernt in Wales liegt. Von Holyhead aus erreicht man Dublin oder Dun Laoghaire in Irland in nur zwei Stunden.
Falls man gern bis nach Nordengland fahren möchte, gibt es hier mindestens zwei Fährverbindungen nach Irland, besser gesagt Nordirland, die mit ungefähr zwei Stunden Fahrtzeit außerdem deutlich kürzer sind.

P&O bietet wie schon für Schottlandreisen erwähnt außerdem die Verbindung Rotterdam-/ Zeebrugge – Hull an. Da die Fahrtdauer 12 Stunden beträgt, wird hierbei eine Übernachtung an Bord angeboten. Der Vorteil gegenüber der Anreise Calais-Dover besteht bei der Überfahrt nach Hull in der anschließend deutlich kürzeren Strecke bis Liverpool-Birkenhead mit nur 200 km Entfernung oder Holyhead, das 350 km entfernt ist. Oder man nimmt wie bereits erwähnt lieber eine der kürzeren Fährverbindungen von Nordengland nach Nordirland.

Ganz gleich, ob man nach Hull in Mittelengland oder Dover in Südengland übersetzt, es findet sich immer eine passende Anschluss-Fährverbindung nach Irland, ganz nach den eigenen Wünschen. Pembroke in England ist dabei die südlichste und Troone in Schottland die nördlichste. Auf irischer Seite ist Rosslare die südlichste und Larne in Nordirland die nördlichste.

Direkte Fährverbindungen nach Irland ab Frankreich

Direkte Verbindungen nach Irland bieten sowohl Irish Ferries wie auch Stena Line ab Cherbourg in Frankreich an. Irish Ferries steuert dabei Dublin an und Stena Line die Kleinstadt Rosslare im Südosten Irlands. Die dritte und vierte Direktverbindung geht von Roscoff in Frankreich zu der bereits erwähnten irischen Stadt Rosslare oder nach Cork in Irland. Diese beiden Strecken bedient wiederum Irish Ferries, die der Hauptanbieter für direkte Fährverbindungen von Westeuropa nach Irland sind. Irish Ferries bietet hierbei eine Übernachtung an Bord an, so erreicht man Irland ganz entspannt.

Die Anreisemöglichkeiten nach Schottland und Irland sind vielseitig, da findet mit Sicherheit jeder seine persönliche Lieblings-An- und Abreise. Gern berät Sie unser Verkaufsteam zu der für Ihre Reise passenden Fährververbindung unter der 0641-93126-0.

About the author

Tanja Riehm-Wagner

Überzeugte Nordeuropa-Fanfrau, die schon in Jugendzeiten Reisen nach Island, Norwegen, Finnland, Schweden und England mit ihrer Familie in den 1980er Jahren unternommen hat. Irland folgte in 1994. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie lernte dabei mehrere Hurtigrutenschiffe kennen und ist jetzt begeisterte Reisebloggerin für ZeitRäume.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

ZeitRäume - ZR-Reisen Individual UG (haftungsbeschränkt) Impressum - Datenschutz