Fünf Gründe, warum Sie im Winter Island besuchen sollten

Nordlicht über Wasserfall. Bild: Island ProTravel

Nordlicht über Wasserfall. Bild: Island ProTravel

Island gilt völlig zu Recht als Sehnsuchtsort derer, die auf der Suche nach einzigartigen Erlebnissen sind. Seit Jahren steigen die Übernachtungszahlen stetig und sorgen Jahr für Jahr für neue Rekordergebnisse. Die jährlichen Zuwachsraten von 20 bis 25% trugen maßgeblich mit dazu bei, dass sich Island nach der Finanzkrise relativ schnell erholen konnte. Der Tourismus ist inzwischen wichtiger für die Wirtschaft des Landes, als der zuvor einträglichste Zweig, der Fischfang.

Im Jahr 2016 werden (aller Voraussicht nach) über 1,5 Millionen Menschen die Insel besucht haben – das fünffache der Bevölkerung. Einen Großteil der Besucherinnen und Besucher zieht es in der Hauptsaison auf die Insel, also im Sommer. Doch auch die Zahlen derer, die im Winter Island bereisen, steigen von Jahr zu Jahr – und dafür gibt es gute Gründe. Fünf davon wollen wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

1. Nordlichter – das mystische Leuchten am Himmel

Durch die Mitternachtssonne während der Sommermonate, ist das Spektakel der Aurora borealis – so der wissenschaftliche Name der Nordlichter – nur Winterreisenden vorbehalten. Island hat durch die geringe Bevölkerungsdichte auch einen niedrigen Grad an Lichtverschmutzung und somit optimale Voraussetzungen. Viele Hotels bieten zudem einen Weckservice, wenn die Lichter am Himmel zu sehen sind. Sie müssen sich also nicht einmal die Nächte um die Ohren schlagen, um in den Genuss zu kommen.

2. Ein einzigartiges Licht-Erlebnis

Neben der natürlichen Light-Show am Nachthimmel bietet Island im Winter eine ganz besondere Stimmung. Die schummrige Atmosphäre, die einen guten Teil des Tages vorherrscht, ist nicht nur die bloße Abwesenheit von Licht, sondern gleichzeitig eine ganz spezielle Erfahrung. Vor allem in der Zeit um Weihnachten ist außerdem eine festliche Beleuchtung allgegenwärtig, die die unwirkliche Stimmung noch weiter unterstützt.

Für manche möglicherweise befremdlich, werden hier auch Grabsteine mit weihnachtlicher Beleuchtung staffiert, die den Toten zeigen sollen, dass sie nicht vergessen sind. Passend zu dieser Tradition hat Yoko Ono John Lennon einen gigantischen Licht-Turm gewidmet, der in der Nähe von Reykjavik steht und an zahlreichen Tagen im Winter zum Leuchten gebracht wird. Genießen können Sie das Ganze übrigens ohne schlechtes Gewissen: Island bezieht seinen Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien.

3. Schnee-Kuppen und Eisfälle

Island mag zwar kalt klingen, in Wahrheit ist die durchschnittliche Jahrestemperatur der Hauptstadt Reykjavik aber nur etwa zwei Grad unterhalb der Münchens – und das trotz milder Sommer, in denen die Temperaturen nur selten über 20 Grad kommen. Folglich sind auch die Winter mild, was durch die Insellage und den Einfluss des Golf-Stromes hervorgerufen wird. Selbst im Winter fällt der jeweilige Monatsdurchschnitt üblicherweise nicht unter 0° C.

Da es aber auch in Island hohe Berge und vor allem eine dem Golfstrom abgewandte Seite gibt (der Norden und Osten der Insel), ist Island sehr schneesicher. Das schon im Sommer beindruckende Berg- und Gletscherpanorama, wird durch die weiße Pracht noch veredelt und die ohnehin schon spektakulären isländischen Wasserfälle, sind gefroren noch einmal unvergesslicher.

4. Kontrast auf Maximum

Der häufig genutzte Beinamen Islands Insel aus Feuer und Eis, wird im Winter noch einmal spürbarer. Bei Minusgraden ein geothermal betriebenes Gewächshaus zu besichtigen oder bei Schneetreiben an brodelnden Schlammtöpfen, qualmenden Erdspalten oder dampfenden Quellen, die Flocken sofort wieder schmelzen zu sehen, zeigt die Gegensätze der Insel wortwörtlich auf einen Blick.

Die Isländerinnen und Isländer verbringen gerade im Winter viel Zeit in Ihren Hot Pots, den natürlichen Whirlpools, die es überall auf der Insel gibt. Bei einer Tasse isländischem Kaffee führen sie auch dann noch angeregte Gespräche, wenn die Haare längst gefroren sind. Ein Besuch eines solchen Hot Pots sollte in jedem Fall genauso auf Ihre To-Do-Liste für einen Winterurlaub in Island, wie ein Bad in der Blauen Lagune.

5. Ruhe und Entspannung – für Sie und die Natur

Der Tourismus-Boom hat für Island nicht nur positive Seiten. Eine für 300.000 Einwohnende ausgelegte Infrastruktur muss beispielsweise erst einmal für 1,5 Millionen Menschen oder mehr ausgebaut werden, was nicht über Nacht geschehen kann. Und gerade weil Island mit seiner Natur lockt, muss diese besonders geschützt werden, wozu unter anderem auch die Vermeidung von Übernutzung gehört. Die isländische Regierung versucht daher seit einiger Zeit, den Tourismus gezielt in der Nebensaison zu steigern, da eine Übernutzung in dieser Zeit noch weit entfernt ist.

Doch nicht nur die Natur hat etwas davon – auch die Besucherinnen und Besucher Islands schätzen die Einsamkeit im Winter. Kein langes Schlange-Stehen an den Attraktionen und ein erhabenes Gefühl, wenn der Gedanke aufkommt, die Natur würde ihr Schauspiel gerade nur für einen selbst aufführen.

Wenn Sie Lust bekommen haben, Island diesen Winter einen Besuch abzustatten, dann finden Sie hier zahlreiche Angebote. Unsere Reisen kombinieren verschiedene Gegenden und Aktivitäten, sodass für jede und jeden das Richtige dabei ist.

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Jan Schäfer

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