7 Tipps für mehr Urlaub und Reisezeit

Geysir in Island mit Text: 7 Tipps für mehr Reisezeit

Carpe diem! – ZeitRäume Reisen

Wie häufig vergessen wir doch, dass das Leben nicht ewig dauert. Wir leben, als ob wir ewig Zeit hätten und uns unsere Träume für später aufsparen könnten. Was, wenn es dieses „Später“ nie gibt?

Nach einem Gespräch mit dem Bergsteiger Reinhold Messner kam ich zu der Erkenntnis, dass am Lebensende nicht entscheidend ist wie viel wir haben, sondern wie viel wir erlebt haben. Und dass Zeit und (Reise-) Erlebnisse weitaus mehr Wert besitzen als materielle Dinge – gemachte Erfahrungen kann einem niemand mehr nehmen.

Hier sind meine besten Tipps, wie auch Sie sich mehr Zeit und Raum für Reisen schaffen können:

 

  1. Nutzen Sie Ihre Feiertage sinnvoll

Werfen Sie einen Blick in ihren Kalender und schauen Sie, welche Feiertage im nächsten Jahr anstehen. Häufig lassen sich mithilfe von Brückentagen längere Urlaube realisieren, ohne dass diese zu sehr zu Lasten Ihres Urlaubskontos, Ihrer Kollegen oder der Fima gehen. Damit ein Urlaub über die Feiertage auch finanziell entspannend bleibt, sollten Sie möglichst frühzeitig buchen. Im November des Vorjahres erhalten Sie häufig noch Frühbucherrabatte bei Reiseveranstaltern.

 

  1. Handeln Sie mehr Urlaub aus

Bestimmt wissen Sie, wie viele Urlaubstage Ihnen jedes Jahr zur Verfügung stehen. Als Angestellter können Sie statt mehr Gehalt auch eine höhere Zahl an Urlaubstagen aushandeln. Für mich jedenfalls ist Zeit ein weitaus kostbareres Gut als rein monetäre Mittel. Wer sich um einen neuen Job bewirbt und in entsprechenden Verhandlungen steht, hat auch die Möglichkeit, im Vorstellungsgespräch nach mehr Urlaub zu fragen.

Sofern Sie Selbständiger oder Unternehmer sind, verhandeln Sie ganz einfach mit sich selbst. Das meine ich, der ich selbst Unternehmer bin, absolut Ernst! Gönnen Sie sich die Auszeit, um neue Energie für Ihr Unternehmen zu tanken.

 

  1. Arbeiten Sie in Teilzeit

Vielleicht haben Sie darüber schon einmal nachgedacht. Nehmen wir an, Sie mögen Ihren Job wirklich und würden auch in Teilzeit noch genug verdienen. Sollten Sie diese Option dann nicht in Betracht ziehen? Sprechen Sie doch einmal Ihren Arbeitgeber darauf an.

Ideal für einwöchige Reisen in Europa ist beispielsweise eine 75 Prozent-Stelle. Falls Ihr Job eine derartige Flexibilität erlaubt hätten Sie jede vierte Woche frei! Das gilt nicht nur für Angestellte: viele Unternehmer oder Selbständige gestalten ihren Job mittlerweile so, dass genug Freiraum für Hobbys, Familie und Reisen bleibt.

 

  1. Bauen Sie Ihre Überstunden ab (sofern Sie angestellt sind)

Was nutzt ein volles Überstunden-Konto, wenn Ihre Gesundheit leidet und Sie schon längst eine Auszeit bräuchten? Die wahrscheinlich beste Burnout-Prävention ist eine Reise, die auf den Prinzipien Entschleunigung und Genuss basiert.

Denken Sie auch daran, dass Überstunden irgendwann verfallen. Die meisten Betriebe und Unternehmen haben spezielle Regelungen. Sprechen Sie vorher unbedingt mit Ihren Kollegen, um Überlastung an anderer Stelle zu vermeiden.

 

  1. Nehmen Sie unbezahlten Urlaub (sofern Sie angestellt sind)

Bei Urlaub denken Sie vielleicht nur an die Tage, die sie laut Arbeitsvertrag eben haben. Selbstverständlich gibt es auch andere Möglichkeiten, um das Urlaubskonto aufzufüllen und sich einen lang gehegten Reisewunsch zu erfüllen. Wer zeitweise entbehrlich ist (z.B. wenn Ihr Geschäft stark saisonabhängig ist) oder einen guten Draht zu seinem Chef hat, hat gute Karten.

Bei unbezahltem Urlaub ruht ganz einfach der Arbeitsvertrag. Sie bekommen kein Geld, müssen aber auch nichts tun – und behalten trotzdem Ihren Job. So können Sie eine längere Reise unternehmen und haben mehr von Ihrem Urlaub.

 

  1. Legen Sie ein Sabbatical ein

Ob es nun Star-Trainer Pep Guardiola ist, die Kommunikations-Expertin Miriam Meckel oder Sie selbst: ein Sabbatical erdet und inspiriert! Bewusste Auszeiten schaffen Räume für neue Ideen, bringen Energie zurück, fördern die Kreativität und weiten den Blick. Der Sabbat (hebräisch: Schabbat) ist vor allem im englischen Sprachraum als „Auszeit vom Job“ verbreitet.

Vielleicht möchten Sie sich (innerhalb der Firma) verändern? Bevor Sie eine neue Herausforderung starten lohnt es sich, Abstand zu gewinnen, um mit neuem Elan die Aufgaben anzugehen. Sie haben Angst vor einer Lücke im Lebenslauf? Das brauchen Sie nicht! Heute haben die meisten Arbeitgeber Verständnis für solche Auszeiten. Ansonsten wollen Sie für diese Firma wahrscheinlich ohnehin nicht arbeiten.

Alternativ können Sie einen bezahlten „Langzeiturlaub“ nehmen. Dafür machen Sie einen Vertrag mit Ihrem Arbeitgeber. Zunächst gehen Sie für einen bestimmten Zeitraum bei halber Bezahlung voll arbeiten. Wenn Sie Ihre Auszeit nehmen, läuft die Bezahlung folgerichtig weiter. Somit haben Sie einen regelmäßigen Geldeingang, während gleichzeitig Kranken- und Pflegeversicherung sowie Rentenversicherung bezahlt werden.

Selbständige und Unternehmer starten mit Hilfe eines Sabbaticals wieder so richtig durch. Mit gutem Beispiel voran gingen die ehemalige Hewlett-Packard Geschäftsführerin Angelika Gifford sowie Rocco di Leo, der zu den erfolgreichsten Start-Up Gründern in Deutschland gehört.

 

  1. Geben Sie bewusst Verantwortung ab

Sie sind für Ihr Leben verantwortlich – zu 100%. Sie entscheiden, ob Sie sich Urlaub gönnen oder lieber rund um die Uhr arbeiten. Sie entscheiden, wieviel Zeit Sie mit anderen Menschen verbringen. Sie entscheiden, ob Sie eine billige Pauschalreise unternehmen oder lieber mehr Geld für eine durchdachte, erholsame – und bestenfalls nachhaltige – Reise ausgeben. Sie sind der Chef in Ihrem Leben!

Allerdings fühlen Sie sich häufig auch verantwortlich für Dinge, für die Sie eigentlich gar nicht verantwortlich sind, stimmt’s? Zumindest mir geht es bei Zeiten so. Manchmal denke ich, ohne mich würde das Unternehmen nicht funktionieren. Doch, tut es! Niemand ist unentbehrlich, wir alle sind nur ein kleiner Furz im Kosmos der Zeit. Vielleicht pflegen Sie Ihre kranken Eltern, Freunde oder Bekannte – und diese erwarten von Ihnen, dass Sie immer und zu jeder Zeit für sie da sind. Glauben Sie mir aus eigener Erfahrung: diese Erwartungshaltung macht Sie selbst krank.

Achten Sie auf sich, seien Sie zuerst verantwortungsbewusst mit Ihrer eigenen Gesundheit und gönnen Sie sich ab und zu einen Urlaub. Es dauert erwiesenermaßen einige Tage, bis Sie ein Stück weit abschalten können. Nach ca. einer Woche beginnt die eigentliche Erholung. Nur wenn Sie bei Kräften sind, können Sie für andere da sein. Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten lassen sich immer finden, es gibt immer eine Lösung!

 

Haben Sie noch weitere Tipps und Ideen, wie sich mehr Zeit für die Reisen und andere wirklich wertvolle Dinge im Leben freischaufeln lässt? Schreiben Sie mir und diskutieren Sie mit uns, wie der perfekte Urlaub gegen Stress und Burnout aussehen soll.

About the author

Richard Rauch

Hi, ich bin Richard. Semi-spritueller Lifeaholic, Kizomba tanzender Globetrotter, kreativer Kommunikator, nachhaltiger Bio-Liebhaber.

Als stellvertetender Geschäftsführer von ZeitRäume Reisen, Start-Up Enthusiast und Autor lebe und arbeite ich derzeit vorwiegend in Hessen.

Ich helfe Menschen dabei, Ihren Lebenssinn zu finden und sich persönlich weiter zu entwickeln. Unternehmen unterstütze ich auf strategischer Ebene, als Team-Coach sowie im Change-Prozess.

4 Comments

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  • Hallo Richard! Die Tipps sind gut und nutze ich aber leider bietet heute wohl kaum noch ein Unternehmen die Möglichkeit eines Sabbaticals an. Dann ist nämlich dein Job danach sicher weg!

  • Liebe Ulli, lieben Dank für deinen Kommentar! Schön, dass dir die Tipps gefallen und du einige davon auch nutzt. Bezüglich des Sabbaticals gibt es unterschiedliche Meinungen. Wir bei ZeitRäume Reisen bieten diese Option schon an, ohne dass danach der Job weg ist. Neue Inspiration des Mitarbeiters tut schließlich auch der Firma gut! Und ein Sabbatical kann sich auch auf einige Monate beschränken… Kürzlich war ich zu einem „Roundtable“ in der Personalentwicklung eingeladen. Ich persönlich habe meinen Kollegen aus anderen Unternehmen sogar empfohlen, Sabbaticals stärker zu nutzen – und den Mitarbeiter danach natürlich weiter zu beschäftigen. Mal sehen, wohin die Entwicklung geht!

  • Hallo Zusammen,
    vielen lieben Dank für den spannenden und informativen Artikel! Urlaub zu planen ist das Tollste – bei mir ist es immer so, dass ich bereits während der Planung des Urlaubs in Urlaubsstimmung komme. Besonders gerne mag ich Bergurlaub! Dabei kann man sich sehr gut erholen und die Seele baumeln lassen.

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