Hurtigruten-Flotte wächst – Design trifft umweltfreundliche Technik

Neue Schiffe erweitern die Hurtigrutenflotte

Neue Schiffe erweitern die Hurtigrutenflotte. Foto: Rolls Royce / Hurtigruten Website

Die Hurtigruten bekommen in den Jahren 2018 und 2019 Zuwachs von zwei neuen Schiffen. Der Bau der Roald Amundsen und der Fridtjof Nansen ist die größte Investition in der Geschichte der Hurtigruten und es besteht sogar die Option auf zwei weitere Schiffe. Die Benennung weicht von der sonst häufig angewandten Praxis ab, Neuerwerbungen Namen von stillgelegten Hurtigruten-Schiffen zu geben.

Die Auswahl kann als Reminiszenz an die eigenen Ursprünge verstanden werden. Roald Amundsen, war führender Teil der (wahrscheinlich) ersten Gruppe am geografischen Südpol und womöglich auch unter den ersten Menschen am geografischen Nordpol.  Fridtjof Nansen durchquerte Grönland als erster auf dem Inlandeis und ist für zahlreiche Innovationen im Bereich der Polarforschung verantwortlich. Doch nicht nur die Expeditionsziele der beiden stimmen mit heutigen Hurtigruten-Zielen überein. Auch wirkten sie zu der gleichen Zeit, als Richard With mit den Hurtigruten das Leben in Nordnorwegen revolutionierte.

„Auf zu neuen Ufern!“

Ähnlich wie die drei großen Pioniere Amundsen, Nansen und With, geht die Hurtigruten-Gesellschaft mit ihren Neuerwerbungen neue Wege. Dank Hybrid-Technologie soll der Treibstoff-Verbrauch um 20% gesenkt werden. Gleiches gilt für die CO2-Emissionen, was auf ein Jahr gerechnet der Einsparung der Emissionen von 5.500 neuen PKWs entspricht.

Die Hybrid-Technologie hat aber auch noch einen weiteren Vorteil. Was im Straßenverkehr den meisten schon einmal den Schreck in die Glieder hat fahren lassen, gilt auch für die Schiffe: Elektroantriebe sind bedeutend leiser. Die Tiere werden dadurch zum einen weniger gestört, zum anderen profitieren auch die Reisenden, da so die Beobachtung noch besser möglich wird. Besonders in den fragilen Ökosystemen der Polarregionen ist die Möglichkeit, Schadstoff- und Geräuschemissionen auf Knopfdruck abzuschalten, eine äußerst positive Entwicklung.

Große Namen und grüne Expertise für die Hurtigruten

Dass mehrere Personen und Unternehmen an dem Bau eines Schiffes beteiligt sind, ist ganz normal. Ein oder mehrere Menschen kümmern sich um das Design, ein Unternehmen passt die Technik den Wünschen und Erfordernissen an, ein anderes führt den Bau schließlich aus. Bereits in der Planungsphase hat sich Hurtigruten aber zu einem außergewöhnlichen Schritt entschlossen und die Umweltorganisation Bellona mit eingebunden.

Und auch die sonst beteiligten sind eine Erwähnung wert. Für den Antrieb zeichnet der britische Hersteller Rolls Royce verantwortlich. Auch für das Design wurde mit Espen Øino ein in Fachkreisen sehr angesehener Schiffsarchitekt verpflichtet. Die Erfordernisse eines möglichst nachhaltigen Baus und der gleichermaßen guten Eignung für Polarexpeditionen, wie für die norwegische Küste, hielten ihn nicht davon ab, optisch äußerst reizvolle Schiffe zu entwerfen.

Ein Hingucker mit Aussicht

Besonders beim Innenausbau fällt die Benutzung verschiedenster Naturmaterialien ins Auge. Die Einrichtung im modernen skandinavischen Stil ist vor allem mit Holz, Granit und Wolle gestaltet. Zu großen Teilen werden die Naturmaterialien aus Norwegen bezogen – auch hier wird also auf die Ökobilanz geschaut. Die ersten Fotos, die vom Schiffsinneren der Roald Amundsen kursieren, zeigen viel dunkles Holz und klare Formen, die nicht nur zweckdienlich, sondern ebenso schön anzusehen sind. Der Einsatz von viel Glas ermöglicht von vielen Positionen aus eine tolle Sicht.

Insgesamt wird es an Bord drei Restaurants geben, in denen Spezialitäten der bereisten Destinationen angeboten werden. Wenn Sie nicht in einer der Suiten sind, die über einen eigenen Whirlpool verfügen, können Sie auf dem Pooldeck entweder im Infinity-Pool oder in einem der Whirlpools die Erlebnisse verarbeiten. Man möchte, dass Sie sich wohlfühlen!

Wenn Sie Lust bekommen haben, die Meere mit der Roald Amundsen oder einem seiner Schwesternschiffe zu bereisen, können Sie sich hier einen Überblick über die verschiedenen Angebote der Hurtigruten verschaffen.

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Jan Schäfer

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