Papageientaucher in Island

Papageientaucher – Bild: DesignFife/Pixabay

Eine der schönsten Erlebnisse ist es, die niedlichen Papageientaucher einmal von Nahem zu sehen. Mit rund 3 bis 4 Millionen Paaren hat Island den wohl größten Bestand an Papageientauchern. Kein Wunder also, dass der Papageientaucher als heimlicher Nationalvogel der Isländer gilt.

Mit einer Körperlänge von 28 bis 34 cm ist er etwa so groß wie eine Taube. Der kleine schwarze Vogel mit seinem weißen Bauch, dem leuchtenden Schnabel in blaugrau, orange, gelb und rot sowie orangefarbenen Beinen sieht einfach putzig aus, fast so wie ein kleine Pinguin mit Flügeln 😉

Die beste Zeit

Die beste Zeit um Papageientaucher, die auch Papageitaucher oder Puffins genannt werden, zu sehen ist von Mai bis August. Dies ist ihre Brutzeit. Nur währenddessen ist es möglich, die Vögel an Land zu beobachten. Nach ihrer Brutzeit fliegen sie nämlich zurück aufs Meer hinaus. Im September wird man in Island keine Papageientaucher mehr antreffen. Unser Tipp: Die Vögel sind tagsüber meist beim Fischen draußen auf dem Meer. Man bekommt sie daher am besten in den (frühen) Abendstunden zu Gesicht.

Merken Sie sich diese einfache Formel und Sie werden die kleinen süßen Puffins mit Sicherheit zu Gesicht bekommen: Mai bis August + Meer + Klippen = Papageientaucher

 

Die besten Orte

Jaja, die knuffigen Papageientaucher auf Island wickeln einen schon ganz schön um den Finger. Wir stellen Ihnen im Folgenden gerne die besten Schauplätze vor.

Vogelfelsen Latrabjarg

Hier, am westlichsten Punkt Islands, gibt es eine wundervolle Steilküste mit direktem Blick nach Westen. Mit gut 14 km ist sie die längste Steilküste Islands und weist bis zu 450 Meter hohe Klippen auf. Latrjabjarg gilt als der größte Vogelfelsen der Welt! Die Weite des Meeres vor sich, das Gekreische der Vögel in den Ohren, die raue Meeresluft weht einem ins Gesicht, glauben Sie uns, hier erleben Naturliebhaber wahre Glücksmomente. In den hohen Klippen gibt es große Seevogelkolonien, die vor allem von Papageientauchern bewohnt werden. Bitte beachten Sie, dass die Anfahrt ein wenig mühsam ist. Die Fahrt geht über eine längere Schotterpiste. Dennoch, es lohnt sich! Bereits auf der Hinfahrt werden Sie mit einer unbeschreiblich schönen Landschaft belohnt. Mit unseren Reisen „Island – Hochland und Naturperlen“, „Island – Zauberhafte Welten“ sowie „Island – Große Islandumrundung“ kommen Sie zu diesem schönen Schauplatz.

Borgafjördur Eystri (Bakkagerði)

Eine besuchenswerte Alternative zu Latrabjarg ist Borgafjördur Eystri (Bakkagerði) in den Ostfjorden. Etwa 70 km nördlich von Egilsstadir befindet sich etwas außerhalb von Borgafjördur Eystri der kleine Hafen Hafnarholmi mit einem schönen Vogelfelsen. Der Felsen ist über eine unbefestigte Schotterstraße zu erreichen. Die Fahrt ins abgelegene Borgafjördur lohnt sich auch wegen der großartigen Landschaft. Wie empfehlen für diesen Ausflug einen ganzen Tag einzuplanen. Der Vogelfelsen ist zwar nicht sehr groß, aber part-time Wohnplatz für viele Puffins. Am Vogelfelsen angekommen, können Sie den süßen Vögelchen an zwei Aussichtsplattformen ganz nahe kommen. Die Papageientaucher kommen meist Mitte April hier an und verschwinden ganz plötzlich Mitte August.

Wir empfehlen Ihnen danach Bakkagerði genauer zu erkunden. Sie befinden sich momentan in der sagenumwobenen Heimat des Elfenkönigs. Das kleine Dörfchen Bakkagerði, mit nur etwa 80 Einwohnern, ist eingerahmt von bunten Rhyolith-Bergen und von dem beeindruckenden Dyrfjöll-Massiv.  Besuchen Sie es! Es ist mystisch, magisch und einfach nur bezaubernd! In unserer Reise „Island – Rundreise Hochland Naturperlen des Ostens“ haben wir den Ausflug nach Borgafjördur Eystri eingeplant.

Cap Dyrholæy

Besuchen Sie doch auch mal den (fast) südlichsten Punkt Islands, das Cap Dyrholæy. Es ist in jedem Fall einen Besuch wert! Die Wände der eindrucksvollen Vulkaninsel ragen bis zu 120 Meter steil in die Höhe. Auch wenn hier ein scharfer Wind weht, lohnt sich ein Ausflug! Die Gegend ist phänomenal. Die Papageientaucher finden Sie nur selten direkt oben am Kap. Um sie zu sehen, müssen Sie ein wenig runter schauen. Sie sind meist unten am Hang zu sehen. Bitte beachten Sie allerdings, dass die Straße wegen Vogelschutz in den Monaten Mai und Juni meist gesperrt sind. Beachten Sie außerdem bitte unbedingt eventuelle Absperrungen, es bröckelt da oben!

An der Spitze des Kaps finden Sie ein Felsentor vor, durch das Boote fahren. Wir empfehlen Ihnen unbedingt auch den Besuch des Leuchtturms. Von dort haben Sie einen sagenhaften Blick auf das raue Meer. Der sensationell schwarze Strand mit Felsformationen im Meer und Basaltformationen an Land sind atemberaubend. Die passende Reise für diesen Ausflug ist unsere „Island – Unser Geheimtipp

Westmännerinseln

Westmännerinseln (isländisch Vestmannaeyjar-Inseln): Vestmannaeyjar ist eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs südlich der isländischen Küste. Sie besteht aus 14 Inseln, 30 Schären und 30 Felsen und ist Heimat der größten Papageientaucherkolonie in Island. Achtung es ist hier sehr windig, ziehen Sie sich unbedingt warm genug an! Auf unseren Reisen „Island – Vulkane und heiße Quellen“ und „Island – Von Hütte zu Hütte“ haben wir diese Ausflüge auch bereits eingeplant. Unser Tipp: Kein Glück gehabt, Papgeientaucher zu sehen? Besuchen Sie das Saeheimar Aquarium. Es ist ein Aquarium und das älteste Naturkundemuseum Islands auf den Westmännerinseln. Und hier treffen Sie auf „Tóti“ den süßen Papageientaucher.

 

Bitte beachten Sie: Alle Vogelfelsen befinden sich hoch oben an Klippen. Dort ist es wirklich windig. Ziehen Sie sich bitte warm genug an, und, noch wichtiger, gehen Sie bitte nicht zu nah an den Rand, es besteht sonst Absturzgefahr!

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Steffi Plachta

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